Flugzeugabsturz Sinai | Bildquelle: AFP

Absturz der Metrojet-Maschine Russland warnt vor Spekulationen

Stand: 05.11.2015 12:50 Uhr

Während die britische Regierung es für wahrscheinlich hält, dass eine Bombe zum Absturz des Passagierjets in Ägypten führte, rät Russland zu Vorsicht: "Hypothetische Überlegungen" seien unpassend. Auch die ägyptischen Ermittler sehen noch keine entsprechenden Beweise.

Die russische Regierung hat die Vermutungen Großbritanniens und der USA zurückgewiesen, wonach eine Bombe den Absturz des Flugzeugs über der Sinai-Halbinsel verursacht haben könnte. Der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, sagte, Moskau könne eine einzelne Theorie über den Absturz nicht ausschließen, aber das Herausheben einer solchen sei bloße Spekulation. "Hypothetische Überlegungen" über einen möglichen Anschlag seien aber "unpassend", ergänzte er. Schon mehrfach hatte Russland Spekulationen im Zusammenhang mit der Absturzursache zurückgewiesen.

Auch die ägyptischen Behörden warnten vor voreiligen Schlüssen. Der für die zivile Luftfahrt zuständige ägyptische Minister Mohammed Hossam Kamal erklärte, bislang hätten die Ermittler keinen Beweis dafür gefunden, dass an Bord eine Bombe explodiert sei.

Zuvor hatte der britische Außenminister Philip Hammond erklärt, es gebe eine "signifikante Wahrscheinlichkeit", dass der Absturz "von einer Bombe an Bord der russischen Maschine verursacht wurde". Diese Einschätzung basiere auf der Prüfung "aller verfügbaren Informationen aus verschiedenen Quellen".

Britische Experten halten Anschlag für wahrscheinlich
tagesschau 20:00 Uhr, 05.11.2015, Hanni Hüsch, ARD London

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Großbritannien stoppt Flüge nach Sharm El-Sheikh

Als Konsequenz änderte Großbritannien seine aktuellen Reise-Richtlinien für Ägypten. Die Regierung stoppte vorerst alle Flüge zwischen dem ägyptischen Badeort Sharm El-Sheikh und britischen Flughäfen. Die Niederlande und Irland schlossen sich diesem Flugstopp an. Russland hingegen will seine Flüge dorthin fortsetzen. "Wir fliegen ohne Veränderungen", sagte Sergej Iswolski vom Luftfahrtamt in Moskau dem Radiosender Echo Moskwy. Die Behörde habe weder vom Außen- noch vom Verkehrsministerium eine anderslautende Mitteilung bekommen.

Britischer Außenminister Hammond | Bildquelle: AP
galerie

Der britische Außenminister Hammond sieht eine "signifikante Wahrscheinlichkeit", dass die russische Maschine mit einer Bombe zum Absturz gebracht wurde.

Bombenschmuggel durch Flughafenpersonal?

Neben den Briten vermuten auch der US-Geheimdienste eine Bombenexplosion als Ursache für den Absturz der Passagiermaschine am vergangenen Samstag. Mehrere US-Medien berichten, dass laut Erkenntnissen amerikanischer Geheimdienste eine Bombe vor dem Start in Ägypten an Bord des russischen Airbus geschmuggelt worden sei, möglicherweise von einem Mitarbeiter des Gepäck-Service oder durch den Catering-Dienst. Auch ein Mitarbeiter im Flughafen soll demnach beteiligt gewesen sein.

Den Befehl zum Bombenanschlag habe nicht die Zentrale der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im syrischen Al-Rakka gegeben, sondern IS-Verbündete auf der Halbinsel Sinai. Diese Informationen habe der US-Geheimdienst durch abgehörte Gespräche von IS-Mitgliedern erhalten, sagte der frühere stellvertretende CIA-Vorsitzende Michael Morell im Sender NBC. Der IS hatte kurz nach dem Absturz behauptet, für den Absturz der Maschine verantwortlich zu sein.

Volker Schwenck, ARD Kairo, zur Ursache des Metrojet-Absturzes
tagesschau24 09:30 Uhr, 05.11.2015

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Allerdings mahnte Morell zur Vorsicht. Der Inhalt der IS-Gespräche sei nicht detailliert genug, um mit Gewissheit von einem Bombenanschlag auszugehen. Deshalb liege weder von der CIA noch von anderen Geheimdiensten eine abschließende Bewertung vor. Um alle Zweifel auszuräumen, müsse man die Auswertung der Flugschreiber und die Untersuchung der Wrackteile abwarten.

Die Datenbox ist bereits ausgelesen, doch der Stimmrekorder ist offensichlich schwer beschädigt. "Es kann eine ganze Weile dauern, bis man die Daten einsetzen kann", berichtet ARD-Korrespondent Volker Schwenck.

US-Regierung bleibt offiziell zurückhaltend

Im Gegensatz zur britischen Regierung hält sich die Regierung von US-Präsident Barack Obama auch mit öffentlichen Äußerungen zurück. Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, wollte nicht einmal bestätigen, dass Obama von den Geheimdiensten über mögliche Absturzursachen informiert wurde.

Britischer Außenminister bekräftigt Verdacht auf Bombe
S. Pieper, ARD London
05.11.2015 11:12 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Darstellung: