Der Karl-Marx-Orden | Bildquelle: dpa

Schalck-Golodkowski 70.000 Euro für DDR-Raritäten

Stand: 24.06.2017 17:18 Uhr

Es war ein Stück DDR-Geschichte, das da zum Angebot stand: Der Nachlass des früheren Stasi-Oberst Schalck-Golodkowski ist für rund 70.000 Euro versteigert worden. Der SED-Funktionär galt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der DDR.

Für rund 70.000 Euro sind in Hamburg Teile des Nachlasses des früheren DDR-Devisenhändlers Alexander Schalck-Golodkowski versteigert worden. "Wir sind sehr zufrieden mit der Bilanz", sagte Auktionator Carsten Zeige. Bei den Bietern handele es sich überwiegend um Sammler, aber auch um einzelne Museen. Als Startpreis war für die rund 40 Gegenstände eine Summe von etwa 30.000 Euro aufgerufen worden.

Unter den versteigerten Gegenständen befinden sich unter anderem eine Vielzahl von Orden und Auszeichnungen des SED-Wirtschaftsfunktionärs. Den höchsten Wert erzielte mit 8000 Euro ein Karl-Marx-Orden, die bedeutendste Auszeichnung der DDR. Eine Agentenbrille sowie der Diplomatenpass von Schalck-Golodkowski kamen für 3300 Euro unter den Hammer. Neben Saalbietern und Live-Bietern im Internet gab es auch einige Telefonbieter aus Deutschland, den USA und Russland.

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Versteigerung

Der Vaterländische Verdienstorden

Der Vaterländische Verdienstorden in Gold von Schalck-Golodkowski konnte in Hamburg ersteigert werden. Der Einstiegspreis bei der Auktion lag dafür bei 4000 Euro. | Bildquelle: dpa

Schalck-Golodkowski gilt als eine der schillerndsten DDR-Persönlichkeiten. Der ehemalige Oberst des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) war im Juni 2015 im Alter von 82 Jahren gestorben. Er hatte 1983 mit dem damaligen CSU-Chef Franz Josef Strauß einen Milliardenkredit in D-Mark für die DDR ausgehandelt. Das Geschäft bewahrte die DDR vor dem Staatsbankrott.

Über dieses Thema berichtete das Hamburg Journal am 24. Juni 2017 um 19:30 Uhr.

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