Eine russische Interkontinentalrakete des Typs Topol-M  | Bildquelle: dpa

Tests in Nordkorea Was ist eine Interkontinentalrakete?

Stand: 04.07.2017 15:06 Uhr

Nordkorea feiert seinen Erfolg, die USA reagieren alarmiert: Erstmals soll es dem Regime in Pjöngjang gelungen sein, eine Interkontinentalrakete erfolgreich zu testen. Doch wie funktioniert diese Waffe eigentlich?

Eine Interkontinentalrakete besteht aus einer mehrstufigen Trägerrakete, die mit Kernwaffen bestückt werden kann. Dazu zählen Atomsprengköpfe, aber theoretisch könnte das Geschoss auch mit biologischen oder chemischen Waffen bestückt werden. Steuern lässt sich die Rakete über ein integriertes Lenksystem.

Eine Rakete dieser Art kann eine Reichweite von mindestens 500 bis hin zu mehr als 10.000 Kilometern erzielen und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 30.000 Kilometer pro Stunde erreichen.

Angetrieben wird eine Interkontinentalrakete (Intercontinental Ballistic Missile - ICBM) mit flüssigem oder festen Brennstoff. Der Antrieb wird in zwei bis drei Stufen gezündet. Die leergebrannte Trägerrakete fällt dann auf die Erde zurück oder verglüht in der Atmosphäre. Der aufgesetzte Sprengkopf legt die Strecke bis zu dem anvisierten Ziel auf einer parabelförmigen Bahn im Weltraum zurück und tritt erst wieder in die Atmosphäre ein, kurz bevor er sein Ziel erreicht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau und tagesschau24 am 04. Juli 2017 um 14:00 Uhr.

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