Malteser-Helferin Lietmeyer "Alle Krankenhäuser wurden bombardiert"

Stand: 15.12.2016 14:18 Uhr

Die Menschen in Aleppo hoffen, sicher aus der Stadt und weiter in die Region Idlib zu kommen. Doch auch dort ist die Lage katastrophal, berichtet Janine Lietmeyer vom Malteser Hilfsdienst. Es mangele an medizinischer Versorgung und Unterbringungsmöglichkeiten.

Janine Lietmeyer vom Malteser Hilfsdienst koordiniert die Hilfe in Syrien und der Türkei. "Das Kinderkrankenhaus und die Blutbank, die wir in Aleppo betrieben haben, mussten ihre Pforten schließen", berichtet Lietmeyer. Die syrischen Regierungstruppen hätten die Stadtteile, in denen sich die Einrichtungen befinden, eingenommen, das syrische Personal sei geflohen und harre jetzt in den südlichen Teilen Aleppos aus, um evakuiert zu werden.

Die Menschen aus den Rebellengebieten in Aleppo wollten in die Region Idlib, so Lietmeyer. Denn im Westteil der Stadt müssten sie Verfolgung, Verschleppung oder gar Erschießung fürchten. "In der Region Idlib und weiter im Norden des Landes erhoffen sich die Menschen eine relative Sicherheit - zumindest vor den Luftbombardements."

Janine Lietmeyer, Malteser International, zur humanitären Situation in Aleppo
tagesschau24 11:30

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

"Diese Schlacht wird andernorts weiter gehen"

Aber: "Der Krieg ist mit der Schlacht um Aleppo nicht entschieden. Es ist ein Sieg der syrischen Regierung und ihrer Alliierten - aber für die humanitäre Lage der Menschen und für die Sicherheitslage innerhalb Syriens wird Schlimmeres zu befürchten sein. Wenn diese Schlacht geschlagen ist, wird es andernorts weitergehen."

Wie können Hilfsorganisationen konkret vor Ort helfen? "Wir arbeiten von der Türkei aus", so Lietmeyer. "Seit zwei Jahren ist es nicht mehr möglich, internationale Helfer nach Syrien zu entsenden. Wir arbeiten mit Ärzten, Krankenschwestern, Zivilisten zusammen, die versuchen, die medizinische Versorgung in den Rebellengebieten aufrechtzuerhalten." Momentan würden vor allem Zelte und Decken an die Geflohenen verteilt, denn in der Region Idlib lebten bereits 800.000 Vertriebene. Unterbringung, Hygiene und medizinische Versorgung der Menschen sei sehr schlecht. "Die Menschen campieren auf freien Feldern. Es ist kalt, es ist Winter - die Situation ist so dramatisch, wie ich sie kaum beschreiben kann."

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. Dezember 2016 um 11:30 Uhr.

Darstellung: