Der mutmaßliche Terrorist Laachraoui | Bildquelle: dpa

Weiterer mutmaßlicher Terrorist identifiziert Nach Abdeslam ist nun Laachraoui im Visier

Stand: 21.03.2016 18:27 Uhr

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Terroristen Abdeslam jagt die belgische Justiz nun seinen Komplizen Laachraoui. Offenbar mietete er unter falschem Namen ein Haus für die Terroristen. Bei der Suche soll nun die Bevölkerung helfen.

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Terroristen Salah Abdeslam hofft die belgische Justiz nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um einen Komplizen zu fassen. Dabei geht es um den 24 Jahre alten Najim Laachraoui. Er ist zur Fahndung ausgeschrieben.

Laachraoui soll den Erkenntnissen zufolge gut zwei Monate vor den Attentaten in Paris mit Abdeslam und einem weiteren Verdächtigen in Ungarn gewesen sein. Dabei reiste er laut Staatsanwaltschaft unter dem falschen Namen Soufiane Kayal. Mit Hilfe dieser Identität habe er ein Haus bei Namur im Süden Belgiens angemietet, das zur Vorbereitung der Anschläge vom 13. November diente. Seine Fingerabdrücke seien in dem Haus sowie in einer Wohnung im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek gefunden worden, die ebenfalls von der Terrorzelle benutzt wurde, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Im Februar 2013 soll sich Laachraoui in Syrien aufgehalten haben.

Bei der unmittelbaren Vorbereitung auf die Anschläge soll der Elektromechaniker dafür zuständig gewesen sein, die Sprengstoffgürtel der Selbstmordattentäter zu präparieren. Polizeiexperten hatten seine Fingerabdrücke auf Resten der Sprengstoffgürtel gefunden, die im Pariser Musiktheater Betaclan und vor der Sportarena Stade de France gezündet worden waren, wie ARD-Korrespondent Ralph Sina berichtet.

Auch zum mutmaßlichen Drahtzieher Abdelhami Abaaoud soll Laachroui Kontakt gehabt haben. Abaaoud kam bei einem Polizeieinsatz im Pariser Vorort St. Denis ums Leben.

Festnahme von Salah Abdeslam (unkommentiert)
Euro, 21.03.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Anwalt von Abdeslam will klagen

Abdeslam, der seit den Anschlägen als einer der Mittäter gesucht wurde, war am Freitag gefasst worden. Er ist der Bruder eines der Selbstmordattentäter und soll drei der Attentäter zum Stade de France gefahren haben. Angeblich wollte er sich dort auch selbst in die Luft sprengen. Laut Einschätzung der Ermittler plante Abdeslam nach dem Attentat von Paris einen weiteren Anschlag - möglicherweise in Brüssel.

Am Wochenende war es nach der Vernehmung Abdeslams zu Unstimmigkeiten gekommen. Der französischen Staatsanwalt François Molins hatte bekannt gegeben, Abdeslam habe nach seiner Festnahme erklärt, dass er sich im November 2015 beim Länderspiel Deutschland-Frankreich in die Luft sprengen wollte. Abdeslams Anwalt hatte daraufhin eine Anzeige wegen Geheimnisverrats angekündigt.

Identität von Paris-Sprengstoffexperten enthüllt
R. Sina, WDR Brüssel
21.03.2016 15:03 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandradio Kultur am 21. März 2016 um 22:45 Uhr

Darstellung: