Ehepaar Ortega nach der Stimmabgabe in Managua | Bildquelle: AP

Präsidentschaftswahl in Nicaragua Sieg für den Familienbetrieb Ortega

Stand: 07.11.2016 20:43 Uhr

Es ist ein Ergebnis mit Ansage: In Nicaragua hat Amtsinhaber Ortega nach offiziellen Angaben die Präsidentenwahl gewonnen. Der Oberste Wahlrat teilte mit, dass er mit 72,5 Prozent der Stimmen die Wahl gewonnen habe. Eine besondere Rolle kommt auf seine Frau zu.

Die Nicaraguaner haben Präsident Daniel Ortega nach offiziellen Angaben im Amt bestätigt. Das Wahlamt des mittelamerikanischen Landes erklärte den einstigen Guerillero wenige Tage vor seinem 71. Geburtstag zum Sieger mit 72,5 Prozent der Stimmen. Das teilte die Behörde nach vorläufigem Abschluss der Auszählung mit. Künftig will er gemeinsam mit seiner Ehefrau und Vizepräsidentin Rosario Murillo regieren.

Auf dem zweiten Platz landete Maximino Rodríguez von der liberalen Partei PLC mit 15 Prozent. Die anderen Kandidaten kamen über einstellige Ergebnisse nicht hinaus. Die Wahlbeteiligung lag laut offiziellen Angaben bei 67,5 Prozent. Die Opposition schätzte dagegen die Beteiligung auf knapp 30 Prozent und wies das Ergebnis zurück. "Ortega hat einen Wahlbetrug organisiert, weil er wusste, dass er in sauberen Wahlen verlieren würde", erklärte die ehemalige Kommandeurin der Sandinisten-Guerilla Dora María Téllez gegenüber der dpa.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Luis Callejas, dessen Partei CND von der Wahl ausgeschlossen worden war, verlangte eine neue Abstimmung mit "Transparenz, fairem Wettbewerb und unter unparteiischer internationaler Beobachtung".

Umstrittener Präsident Ortega im Amt bestätigt
tagesschau 12:00 Uhr, 07.11.2016, Peter Sonnenberg, ARD Mexiko City

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Es wird familiär

Nach der Wahl wird die Staatsspitze des Landes mehr denn je zum Familienbetrieb. Neben Ortega wird künftig seine Ehefrau Rosario Murillo als Vizepräsidentin die Regierungsgeschäfte führen. Sie galt bereits zuvor als die starke Frau in Nicaragua.

Sollte der bereits fast 71-jährige Ortega sein Mandat nicht bis zum Ende ausüben können, würde seine Frau übernehmen und damit Kontinuität im Sinne der Ortegas gewährleisten. Und auch die nächste Generation der Familie ist bereits eingebunden. Sieben Kinder des Paares besetzen wichtige Positionen in Politik, Wirtschaft und Medien des mittelamerikanischen Landes.

Ehepaar Ortega bei der Stimmabgabe in Nicaragua | Bildquelle: dpa
galerie

Wenn eine Wahl so gut organisiert ist, kann man auch auf Wahlkabinen verzichten: Ehepaar Ortega bei der Stimmabgabe in Nicaragua.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. November 2016 um 09:00 Uhr.

Darstellung: