Ein Mann watet durch Wasser neben seinem zerstörten Haus. | Bildquelle: dpa

"Irmas" Schreckensbilanz Wasser bis in den ersten Stock

Stand: 12.09.2017 08:54 Uhr

Mit heftigem Regen und Böen tobt "Irma" nun über Georgia und South Carolina - mitterweile zum Tropensturm abgeschwächt. In Florida hat das Aufräumen begonnen. Großes Problem dabei: das stark beschädigte Stromnetz.

Von Jan Bösche, ARD-Studio Washington

"Irma" ist heruntergestuft, nunmehr ein Tropensturm, und verliert weiter an Kraft. Trotzdem geht die Spur der Verwüstung weiter, jetzt in Georgia und South Carolina: Es gibt heftigen Regen, Sturm, kräftige Böen. Auch hier stürzten Bäume um, es gibt Tote und Verletzte. Insgesamt verloren in den USA bislang zehn Menschen ihr Leben durch "Irma", in der gesamten Region nach Schätzungen 45.

Im Nordosten Floridas, rund um die Großstadt Jacksonville, hat "Irma" heftige Sturmfluten ausgelöst. Teilweise steht das Wasser anderthalb Meter hoch. Bürgermeister Lenny Curry warnte: "Das ist ein seltenes Ereignis, risikoreich, mit einem Ausmaß, das wir in fast 150 Jahren nicht gesehen haben." Bis das Wasser zurückgegangen sei, werde es dauern.

Schwere Schäden auf den Florida Keys

Dort, wo das Wasser schon verschwunden ist, werden die Schäden sichtbar. Besonders getroffen sind die Florida Keys, die Inselkette im Süden Floridas. Hier war Hurrikan "Irma" noch mit aller Kraft auf Land getroffen. Floridas Gouverneur Scott sah sich die Schäden aus der Luft an: "Ich fühle mit den Leuten auf den Keys. Es gibt Verwüstungen. Ich hoffe einfach, jeder hat überlebt. Es ist furchtbar, was wir gesehen haben."

"Irma" hinterlässt schwere Schäden in Florida
tagesschau 12:00 Uhr, 12.09.2017, Melanie Buth, NDR

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Die einzige Straßenverbindung ist blockiert, Strom und Wasser sind ausgefallen. Die US-Marine schickte Schiffe zu den Inseln, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen.

"Nicht einfach nach Hause rennen"

Scott warnte die Bewohner der Keys sowie auch aller anderen Gebiete: Wer sich in Sicherheit gebracht hatte, solle sich erkundigen, ob er jetzt schon wieder nach Hause könne. "Glaubt nicht, nur weil der Sturm vorbei ist, dass ihr nach Hause rennen könnt", sagte er. "Wir haben heruntergerissene Stromleitungen, unpassierbare Straßen, überall Trümmer."

Stromnetz schwer beschädigt

Eines der großen Probleme: In großen Teilen Floridas ist der Strom ausgefallen. Viele Stromleitungen verlaufen oberirdisch, darum waren sie vom Hurrikan heruntergerissen worden. Die Netzbetreiber bekommen zwar Hilfe aus den ganzen USA, um die Leitungen wieder in Ordnung zu bringen. Das könne aber dauern, sagte David McDermitt vom größten Stromversorger in Florida: "Es kann Wochen dauern, weil wir nicht nur Teile unseres Netzes reparieren müssen - an manchen Stellen müssen wir es komplett neu aufbauen."

Für die Leute in Florida hat nun die Zeit nach dem Sturm begonnen: Aufräumen steht an, sich nach Verwandten erkundigen. Ein Mann sagte, sie hätten schon einige Hurrikane erlebt - aber das sei eine neue Erfahrung gewesen. Manche sind von den Ereignissen noch immer geschockt, wie eine Frau, die in ihrem Haus geblieben war - und überschwemmt wurde: "Das Wasser kam bis in den ersten Stock - es ist sehr ernst gewesen."

Andere atmeten tief durch: Viele Regionen, besonders an der Westküste, waren von "Irma" nicht so heftig getroffen worden wie befürchtet. Ein Restaurant-Besitzer sagte, es hätte viel schlimmer ausgehen können, sie hätten Glück gehabt. Eine Frau stimmte ihm zu: Sie hätten so viel Glück - vergleichbar mit dem, was gerade erst in Texas passiert ist. Dort hatte Hurrikan "Harvey" gerade erst erhebliche Schäden angerichtet.

"Irma": Ausmaß der Schäden in Florida wird sichtbar
Jan Bösche, ARD Washington
12.09.2017 08:30 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 11. September 2017 um 22:30 Uhr und Deutschlandfunk am 12. September 2017 um 05:40 Uhr.

Korrespondent

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