Ein Jahr nach dem Germanwings-Absturz Gemeinsame Trauer in Le Vernet und Haltern

Stand: 24.03.2016 14:35 Uhr

Mit einer Schweigeminute um 10.41 Uhr haben mehr als 600 Angehörige im französischen Le Vernet der Opfer des Germanwings-Absturzes gedacht. Am 24. März 2015 hatte der Co-Pilot des Flugs 4U9525 die Maschine abstürzen lassen. Auch 18 Menschen aus Haltern starben bei der Katastrophe.

Am ersten Jahrestag des Germanwings-Absturzes haben hunderte Hinterbliebene bei einer Trauerzeremonie in den französischen Alpen der Toten gedacht. In dem nahe der Absturzstelle gelegenen Dorf Le Vernet wurde um 10.41 Uhr eine Schweigeminute abgehalten - zu diesem Zeitpunkt war die Maschine mit 150 Menschen an Bord an einem Berg zerschellt.

Die Namen der Todesopfer wurden verlesen. Auf dem Friedhof der kleinen Gemeinde, wo die nicht identifizierten sterblichen Überreste der Opfer in einem Gemeinschaftsgrab bestattet wurden, wurde Kranz niedergelegt. In die französischen Alpen waren auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann gereist.

Angehörige erreichen französischen Ort Le Vernet | Bildquelle: REUTERS
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Angehörige kommen am Ort des Gedenkens an, dem französischen Ort Le Vernet nahe der Absturzstelle in den Alpen.

Einige der Hinterbliebenen brachen nach der Kranzniederlegung zu Fuß oder mit Kleinbussen zum Col de Mariaud auf. Von dem Bergrücken aus ist die schwer zugängliche Unglücksstelle von Flug 4U9525 an einem steilen Felsgebirge zu sehen.

Gedenken in Haltern am See

Auch in der deutschen Stadt Haltern am See wurde mit Schweigen und Glockengeläut der verunglückten Schulgruppe gedacht. Zahlreiche Bürger der Stadt waren dem Aufruf des Bürgermeisters Bodo Klimpel auf den Marktplatz gefolgt. Dort hielten sie eine Minute lang inne, um der 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums zu gedenken, die beim Absturz des Airbus A320 ums Leben gekommen waren. Sie waren auf dem Rückflug von einem Besuch bei einer spanischen Partnerschule gewesen.

In Haltern schloss sich an die Gedenkminute eine ökumenische Andacht in der katholischen Stadtkirche am Marktplatz an. "Es ist mit Sicherheit das Schlimmste und Schwierigste, was dieser Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg passiert ist", sagte Bürgermeister Bodo Klimpel.

Mathias Werth, ARD Paris, zum Jahrestag des Germanwings-Absturzes
tagesschau24 14:15 Uhr, 24.03.2016

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Der psychisch kranke Co-Pilot der Germanwings-Maschine hatte die Germanwings-Maschine den Ermittlungen zufolge am 24. März 2015 auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf absichtlich zum Absturz gebracht. Alle Insassen wurden getötet, die meisten von ihnen waren Spanier und Deutsche. Der Co-Pilot war vor der Tragödie wegen Depressionen behandelt worden und hatte Dutzende Ärzte aufgesucht.

Ein Jahr nach der Germanwings-Katastrophe
V. Leue, DLF
24.03.2016 09:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. März 2016 um 12:00 Uhr.

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