US-Flagge vor dem dem VW-Logo

US-Bundesrichter segnet Vergleich ab 15-Milliarden-Deal für VW steht

Stand: 25.10.2016 18:28 Uhr

Für VW ist es ein "Meilenstein" raus aus den Folgen des Abgasskandals in den USA. Ein Richter hat einem Vergleich zugestimmt, den der Konzern mit Kunden und Behörden ausgehandelt hatte. Doch es ist auch ein ziemlicher Kostenbrocken: 15 Milliarden US-Dollar soll VW zahlen.

Es ist ein teurer Kompromiss für Volkswagen, aber auch ein sehr wichtiger: Ein US-Richter hat einen zwischen dem Autobauer, US-Behörden und Klägern ausgehandelten Vergleich zugestimmt. Dieser soll VW rund 15 Milliarden US-Dollar kosten.

Der Vergleich gilt für rund 480.000 Besitzer von Dieselfahrzeugen mit Zwei-Liter-Motor. Rund zwei Drittel der ausgehandelten Summe soll als Entschädigung der Betroffenen dienen. Sie können ab der kommenden Woche den Rückkauf oder die Umrüstung ihrer mit einer Manipulationssoftware ausgestatteten Wagen beantragen. Zudem sollen die geschädigten Kunden eine Einmalzahlung von bis zu 10.000 Dollar erhalten.

Die weiteren Milliarden des Vergleichs sollen als Strafzahlungen an US-Behörden gehen oder gegen die Luftverschmutzung und für die Förderung emissionsfreier Fahrzeuge verwendet werden.

VW-Skandal in den USA
tagesschau 20:00 Uhr, 25.10.2016, Christina von Saß, NDR

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Ein "Meilenstein" für VW

Der Bundesrichter Charles Breyer bezeichnete den gefundenen Kompromiss als "fair, angemessen und adäquat". Auch Volkswagen zeigte sich erleichtert über das grüne Licht vonseiten der Justiz: Der Vergleich sei ein "wichtiger Meilenstein auf unserem Weg, die Dinge in den USA wieder in Ordnung zu bringen", sagte der VW-Chef in den USA, Hinrich Woebcken. Nun wolle das Unternehmen dafür sorgen, dass für die betroffenen Kunden die Entschädigung und Umrüstung "so reibungslos wie möglich" verlaufe.

"Dieselgate" ist noch nicht vorbei

Doch erledigt hat sich der Skandal für den Autobauer in den USA damit noch nicht. Denn der Kompromiss bezieht sich nicht auf die rund 80.000 Drei-Liter-Dieselwagen, die in den USA ebenfalls vom sogenannten Dieselgate betroffen sind. Für diese Autos muss VW noch mögliche Lösungsvorschläge vorlegen - Richter Breyer gab dem Unternehmen dafür bis zum 3. November Zeit. Der Konzern hat in Aussicht gestellt, die Manipulation bei diesen Wagen ohne aufwändige Umrüstung, sondern mittels einer relativ einfachen Überarbeitung der Software beheben zu können.

Zudem belasten den Konzern weitere Klagen und strafrechtliche Ermittlungen wegen der Manipulationen von Abgaswerten.

VW-Skandal - Richter genehmigt Einigung
E. Nembach, ARD Los Angeles
25.10.2016 18:35 Uhr

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Über dieses Thema berichtete u.a. tagesschau24 am 25. Oktober 2016 um 18:00 Uhr.

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