Die amerikanische Fahne spiegelt sich in einem VW-Logo. | Bildquelle: dpa

Abgas-Skandal VW-Manager zu sieben Jahren Haft verurteilt

Stand: 06.12.2017 22:24 Uhr

Ein Gericht in Detroit hat den ehemaligen VW-Manager Oliver Schmidt wegen Beteiligung am Abgasskandal zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt. Schmidt sei eine Schlüsselfigur im VW-Skandal, so der Richter.

In den USA ist der ehemalige VW-Manager Oliver Schmidt wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal zu einer harten Strafe verurteilt worden. Der zuständige Richter Sean Cox verhängte in Detroit eine siebenjährige Gefängnisstrafe gegen ihn wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze.

Zudem muss der Manager, der laut Anklage von Februar 2012 bis März 2015 in leitender Funktion für Umweltfragen in den USA zuständig war, Geldstrafen in einer Höhe von 400.000 Dollar zahlen.

Damit zeigte Richter Cox maximale Härte - das Strafgesetzbuch sieht für die Schmidt zur Last gelegten Verbrechen bis zu sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe zwischen 40.000 und 400.000 Dollar vor. Schmidts Anwalt David DuMouchel hatte auf eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten und eine Geldstrafe von 100.000 Dollar plädiert.

Seit elf Monaten in Haft

Schmidt war im Januar vom FBI in Miami festgenommen worden, er ist seit rund elf Monaten inhaftiert, die ihm angerechnet werden sollen. Der 48-jährige Deutsche hatte seine Mittäterschaft beim "Dieselgate"-Skandal zunächst abgestritten, im August bekannte er sich jedoch schuldig und ging einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ein. Dadurch wurden mehrere Anklagepunkte gestrichen und die theoretische Höchststrafe sank erheblich. Vor Schmidt wurde bereits der VW-Ingenieur James Liang verurteilt, der als Kronzeuge mit den Ermittlern kooperiert hatte.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 06. Dezember 2017 um 22:15 Uhr.

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