Logos von VW | Bildquelle: AP

Konzern muss nachbessern Kalifornien lehnt Rückrufplan von VW ab

Stand: 13.01.2016 00:14 Uhr

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat den Rückrufplan von VW zur Reparatur von Dieselmotoren mit 2,0 Litern Hubraum abgelehnt. Die Pläne seien unzureichend, der Konzern müsse nachbessern. Heute könnte sich entscheiden, wie die US-Umweltbehörde EPA die Vorschläge von VW bewertet.

Die kalifornische Umweltbehörde CARB im Abgas-Skandal hat einen Rückrufplan von Volkswagen abgelehnt. "Volkswagen hat die Entscheidung getroffen, bei Abgastests zu schummeln und hat dann versucht, das zu verstecken", sagte CARB-Chefin Mary Nichols. "Sie haben weitergemacht und haben die Lüge noch verschlimmert, und als sie erwischt wurden, haben sie versucht, es zu leugnen." So seien Tausende Tonnen Stickoxid in die Luft geblasen worden, die der Gesundheit der Menschen in Kalifornien geschadet hätten. Die Pläne seien unzureichend.

Aus einer Mitteilung der US-Behörde geht aber hervor, dass VW weiterhin die Chance habe, bei den Lösungsvorschlägen für den Rückruf der manipulierten Dieselfahrzeuge nachzubessern. Es geht dabei um die Motoren mit 2,0 Litern Hubraum. Volkswagen teilte dazu mit: "Die heutige Mitteilung bezieht sich auf die anfänglichen Rückrufpläne Volkswagens, die CARB im Dezember übermittelt wurden. Seither hatte Volkswagen konstruktive Gespräche mit CARB." Dazu gehöre auch ein Treffen aus der vergangenen Woche über den Rahmen für eine Beseitigung der Abgas-Affäre.

VW-Chef bei US-Umweltbehörde EPA

VW-Chef Matthias Müller will sich heute in Washington mit der Chefin der US-Umweltbehörde EPA, Gina McCarthy, treffen. Auch die EPA prüft Vorschläge, mit denen VW Manipulationen an etwa 580.000 Dieselfahrzeugen in den USA beseitigen will. Wie das Lösungspaket, das den Aufsehern präsentiert werden soll, aussieht, ist noch unklar. Ebenfalls unklar ist, ob die Öffentlichkeit nach dem Treffen informiert wird.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Januar 2016 um 17:00 Uhr.

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