VW Logo mit dunklen Wolken | Bildquelle: dpa

Massiver Arbeitsplatzabbau VW streicht in Deutschland 23.000 Stellen

Stand: 18.11.2016 13:26 Uhr

Volkswagen will in den kommenden neun Jahren allein in Deutschland bis zu 23.000 Stellen bei seiner Kernmarke VW abbauen. Das teilten Konzern und Betriebsrat mit. Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben und es sollen auch neue Stellen geschaffen werden.

Die kriselnde Hauptmarke des Volkswagen-Konzerns muss sich unter dem Druck des Dieselskandals einer Rosskur unterziehen. Die nach monatelangem Ringen erzielte Einigung von Management und Betriebsrat sieht einen Abbau von 23.000 VW-Stellen in Deutschland vor, dem rund 9000 neue Jobs gegenüberstehen. Das teilte der Betriebsrat bei einer Pressekonferenz mit der Konzernleitung in Wolfsburg mit. Trotz der radikalen Einschnitte sollen alle deutschen VW-Standorte erhalten bleiben.

Stellenabbau bei VW angekündigt
tagesschau 17:00 Uhr, 18.11.2016, Jörg Ihßen, NDR

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"Größtes Modernisierungsprogramm der VW-Geschichte"

VW-Chef Matthias Müller betonte: "Der Zukunftspakt ist das größte Modernisierungsprogramm in der Geschichte unserer Kernmarke." Er ermögliche vor allem einen Transformationsprozess mit Blick auf die Zukunftsthemen Elektromobilität und Digitalisierung. Der Ministerpräsident von VW-Großaktionär Niedersachsen, Stephan Weil (SPD), bedauerte den Arbeitsplatzabbau. Die Landesregierung erkenne aber zugleich die Notwendigkeit an, sagte Weil.

"Wir werden die Mannschaft verkleinern", sagte der Markenvorstand Herbert Diess. Bisher sei Volkswagen nicht für den Wandel gewappnet gewesen, bei der Produktivität habe man an Boden verloren, bei der Rendite liege der Konzern sogar weit hinter der Konkurrenz. "Volkswagen muss schnell wieder Geld verdienen und sich für den Zukunftssturm wappnen." Der "Zukunftspakt" sei ein Wegbereiter für die neue Markenstrategie. 

Aus für Leiharbeiter bei VW

Eine Strategie, die für 5700 Leiharbeiter bei VW mittelfristig das Aus bedeutet. Es tue weh, dass diese Kollegen nicht mehr weiterbeschäftigt würden, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh.

Einschließlich des Wegfalls im Ausland werden bis zu 30.000 der aktuell rund 200.000 Stellen wegfallen. Das operative Ergebnis bei VW soll bis 2020 um 3,7 Milliarden Euro im Jahr verbessert werden. Davon sollten drei Milliarden Euro an den deutschen Standorten und 700 Millionen Euro im Ausland eingespart werden.

Thorsten Hapke, NDR, über die Folgen der Stellenstreichungen von VW
tagesschau24 11:30 Uhr, 18.11.2016

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Betriebsbedingte Kündigungen sind vom Tisch

Die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft seien sicher, erklärte Osterloh. Beide Seiten hätten einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2025 vereinbart. Vor allem über altersbedingtes Ausscheiden solle die Mitarbeiterzahl reduziert werden. Die Vereinbarung sieht zudem Investitionen von 3,5 Milliarden Euro für die kommenden Jahre vor. VW will mit dem Fitnessprogramm die operative Rendite bis 2020 auf vier Prozent steigern, gegenüber dem aktuellen Stand wäre das etwa eine Verdoppelung.

Volkswagen hat an vielen Stellen zu kämpfen. Der Abgas-Skandal zwingt den Autobauer zum Sparen, zugleich muss der Konzern viel Geld in zentrale neue Trends der Branche stecken: Digitalisierung und Vernetzung sowie Elektroautos. Dazu hat die Pkw-Kernmarke seit langem ein Rendite-Problem. Der Hausmarke um Golf und Passat blieben zuletzt von 100 umgesetzten Euro nur rund 1,60 Euro als Gewinn, wovon dann noch Zinsen und Steuern abgingen.

Der Autobauer und die Arbeitnehmervertreter standen bei den Verhandlungen unter Druck, der Abschluss des "Zukunftspakts" war die Voraussetzung für den Investitionsplan bis 2021. Dabei geht es um die Verwendung von rund 100 Milliarden Euro.

Fokus auf deutsche VW-Standorte

Mit dem "Zukunftspakt" wollen Betriebsrat und Unternehmen die aus Sicht aller Beteiligten nötigen Reformen bei der gewinnschwachen Kernmarke VW-Pkw mit Absicherungen für die Belegschaft vereinen. Der Pakt ist vorrangig eine Regelung für die sechs westdeutschen VW-Werke (Emden, Wolfsburg, Hannover, Salzgitter, Braunschweig, Kassel) und VW-Sachsen.

Dabei geht es um Aufgaben der Werke, etwa im Motorenwerk Salzgitter, das mit der Elektromobilität Arbeit verlieren könnte. Die Verhandlungen dazu liefen monatelang. Seit September ist klar, dass der Pakt eine Rechtssicherheit nach tarifvertraglichem Status haben soll. Einen VW-Sanierungstarifvertrag gab es zuletzt 2006.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. November 2016 um 14:00 Uhr.

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