Logo des Autozulieferers Bosch | Bildquelle: AP

Vergleich in den USA Bosch zahlt 304 Millionen im Abgasskandal

Stand: 01.02.2017 09:31 Uhr

Bosch hat bei der Aufarbeitung des Abgasskandals in den USA einen Vergleich in Höhe von rund 304 Millionen Euro akzeptiert. Der Konzern hatte Volkswagen eine Software geliefert, mit der der Schadstoffausstoß manipuliert wurde. Ein Fehlverhalten sieht Bosch aber nicht.

Im Dieselskandal hat sich der Volkswagen-Zulieferer Bosch mit US-Zivilklägern auf eine Zahlung von umgerechnet 304 Millionen Euro geeinigt. Mit dem Geld sollen etwa 554.000 betroffene Besitzer von Dieselautos entschädigt werden. Bosch hatte bereits im Dezember mitgeteilt, man habe zur Beilegung von Forderungen gegen das Unternehmen einen Kompromiss gefunden.

Bosch hatte Software an Volkswagen geliefert, mit welcher der Autobauer Abgaswerte manipuliert hat. Im Gegensatz zu VW räumte Bosch aber kein eigenes Fehlverhalten ein, das bleibt auch nach dem Vergleich so. Allerdings waren zuvor 750 Millionen Euro für rechtliche Risiken zurückgelegt worden. Strafrechtliche Ermittlungen in den USA laufen weiter.

Volkswagen akzeptiert weitere Entschädigungen

Volkswagen selbst hat zur Beilegung des Dieselskandals in den USA eine weitere Milliardenzahlung zur Entschädigung betroffener Kunden akzeptiert. Der Autobauer stimmte der Zahlung von umgerechnet mindestens 1,16 Milliarden Euro (1,26 Milliarden US-Dollar) zu, um Klagen von 80.000 Besitzern von großen Dieselfahrzeugen mit umweltbelastenden Drei-Liter-Motoren beizulegen, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Februar 2017 um 12:00 Uhr sowie tagesschau24 am 01. Februar 2017 um 11:00 Uhr.

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