Tesla Model 3  | Bildquelle: dpa

Produktionsziel massiv verfehlt Model 3 - Teslas Problem Nr. 1

Stand: 04.01.2018 07:21 Uhr

Mehr als 5000 Modelle des Model 3 wollte Tesla eigentlich im vierten Quartal produzieren - doch beim Kunden landeten nur 1550 Exemplare. Immer noch kämpft man mit massiven Problemen vor allem bei den Batterien. Dabei braucht Tesla den Erfolg seines Mittelklassewagens dringend.

Der US-Elektroautobauer Tesla hat mit den Absatzzahlen für seinen neuen Hoffnungsträger Model 3 enttäuscht. Im vierten Quartal lieferte das Unternehmen nur 1550 Fahrzeuge aus - Experten hatten mit 4100 gerechnet. Mit dem Model 3 will der Branchenpionier aus dem Silicon Valley den Sprung aus der Nische eines Herstellers batteriebetriebener Luxusfahrzeuge in den Massenmarkt schaffen.

Doch Tesla bekommt die Probleme bei dem Fahrzeug nicht in den Griff: Das Unternehmen musste abermals seine Produktionsziele verschieben. Die Fertigung des Model 3 könne erst am Ende des zweiten Quartals dieses Jahres auf wöchentlich 5000 Fahrzeuge hochgefahren werden. Damit verliert Tesla wichtige Zeit, denn die Konkurrenz sitzt dem Unternehmen bereits im Nacken. Bereits im dritten Quartal waren statt der angepeilten 1500 Model 3 nur 260 Stück von den Bändern gelaufen.

Als Hauptproblem stellte sich die Produktion der Batterie-Module heraus, für die Tesla in der Wüste von Nevada eigens eine große Fabrik hochgezogen hat. Dort müssen die Fertigungsabläufe den Angaben zufolge teilweise überarbeitet werden.

Model 3 muss ein Erfolg werden

Für Tesla ist der Erfolg von Model 3 entscheidend. Mit dem ersten Mittelklassewagen soll der Durchbruch in den Massenmarkt gelingen, der das bislang chronisch defizitäre Unternehmen einmal profitabel machen soll. Inzwischen haben alle großen Autokonzerne E-Autos angekündigt, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen sollen.

Das Konkurrenzmodell Chevy Bolt EV von Chevrolet verkauft sich nach wie vor deutlich besser als das Model 3.

Tesla und sein Model 3: Produktionsziel zum zweiten Mal verschoben
Marcus Schuler, ARD Los Angeles zzt. Silicon Valley
04.01.2018 08:38 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. Januar 2018 um 06:41 Uhr.

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