Eine "Falcon 9"-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX startet auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral. | Bildquelle: dpa

Doppelerfolg für SpaceX Spionagesatellit und Raketen-Recycling

Stand: 01.05.2017 17:24 Uhr

Für das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX war es ein Doppelerfolg: Zum vierten Mal gelang es, eine Raketenstufe unversehrt zur Erde zurückzubringen - und zum ersten Mal wurde militärische Ladung ins All geschickt. Damit wurde ein Monopol gebrochen.

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erstmals einen Satelliten der US-Armee in die Erdumlaufbahn befördert. Damit brach die Firma des Tesla-Gründers Elon Musk das zehnjährige Monopol von Lockheed Martin und Boeing auf diesem Gebiet. SpaceX hatte 2014 Klage gegen die US-Luftwaffe eingereicht, um deren exklusiven Milliardenvertrag mit der United Launch Alliance von Lockheed und Boeing aufheben zu lassen.

Ursprünglich war der Start bereits für Sonntag geplant gewesen, doch ein Problem mit den Sensoren hatte das Vorhaben verzögert. Die Rakete vom Typ "Falcon 9" hob vom Kennedy Space Center in Florida ab und setzte kurz darauf einen Satelliten für den Militärgeheimdienst "National Reconnaissance Office" (NRO) aus. Wofür der Satellit eingesetzt werden soll, wurde nicht erläutert.

Eine "Falcon 9"-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX startet auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral. | Bildquelle: AFP
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Die "Falcon 9"-Rakete kurz nach dem Start. An Bord hatte sie erstmals einen Satelliten der US-Armee.

Wiederverwertung soll Kosten senken

Rund zehn Minuten nach dem Start landete die erste Stufe der Rakete wieder auf dem Weltraumbahnhof. Es war die vierte unversehrte Rückkehr einer Space-X-Raketenstufe zum Boden - das Ziel des Unternehmens ist die Wiederverwertung teurer Raketenteile.

Ein Kommentator von SpaceX sagte zu Bildern einer Webcam, dies sei "ein weiterer guter Tag" für das Unternehmen. Mitarbeiter im Kontrollzentrum brachen in Jubel aus.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. Mai 2017 um 19:00 Uhr.

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