Lufthansa-Logo vor einer Maschine | Bildquelle: picture alliance / dpa

Tarifstreit mit den Flugbegleitern Lufthansa wird auch morgen bestreikt

Stand: 09.11.2015 16:12 Uhr

Keine Atempause im Tarifkonflikt bei der Lufthansa. Nachdem heute 929 Flüge ausfallen, will die Gewerkschaft UFO ihre Ausstände in Frankfurt, München und Düsseldorf morgen fortsetzen. Immerhin: Die Kurzstrecke wird zumindest teilweise verschont.

Die Flugbegleiter erhöhen den Druck auf die Lufthansa: Wie die Gewerkschaft UFO mitteilte, soll die Airline auch am morgigen Dienstag an den Flughäfen Frankfurt, München und Düsseldorf bestreikt werden.

Dabei geht es in Frankfurt und München allerdings - anders als heute - ausschließlich um Langstreckenflüge. Nur in Düsseldorf werden zusätzlich auch Kurz- und Mittelstreckenflüge betroffen sein. Somit könnten nahezu alle geplanten innerdeutschen und innereuropäischen Flüge stattfinden, teilte das Unternehmen mit.

Natalia Bachmayer, HR, zu den Auswirkungen des Streiks
tagesschau 12:00 Uhr, 09.11.2015

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UFO rechnet nicht mit neuem Angebot

UFO-Chef Nicoley Baublies sagte, die Streikplanung könne sich abhängig von den Entscheidungen der Fluggesellschaft noch ändern. Er rechne nicht mit einem neuen Angebot, sondern eher mit neuen Drohungen etwa zu Auslagerungen von Jets, ergänzte er. Der Lufthansa-Vorstand wollte noch heute über das weitere Vorgehen beraten.

Heute fallen 929 Flüge aus

Nach einem Tag Pause hatte das Kabinenpersonal seinen Streik heute Morgen fortgesetzt. Darum fallen in Frankfurt, München und Düsseldorf der Lufthansa zufolge insgesamt 929 Flüge aus.

Mehr als 100.000 Passagiere seien von dem heutigen Streik betroffen, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Konzern versuche, möglichst viele Kunden auf die Bahn oder Töchter-Airlines umzubuchen.

Seit zwei Jahren wird verhandelt

Die Verhandlungen für die rund 19.000 Flugbegleiter ziehen sich bereits seit zwei Jahren hin. Die Arbeitnehmerorganisation kämpft in erster Linie gegen geplante Einschnitte bei der Rente und der sogenannten Übergangsversorgung. Diese betriebsinterne Frührente wird gezahlt, damit Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter wegen der körperlichen Belastungen in dem Job schon vor dem offiziellen Rentenbeginn mit 65 Jahren in Ruhestand gehen können. Im Schnitt scheiden die Flugbegleiter derzeit mit 56 Jahren aus.

UFO will Ausstände morgen fortsetzen
J. Kösters, HR
09.11.2015 14:01 Uhr

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