IWF-Chefin Christine Lagarde | Bildquelle: dpa

IWF-Chefin erneut nominiert Lagarde folgt auf Lagarde

Stand: 11.02.2016 16:19 Uhr

Die frühere französische Finanzministerin Lagarde bleibt wohl an der Spitze des Internationalen Währungsfonds. Der IWF-Verwaltungsrat nominierte sie für eine zweite Amtszeit. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Chefin Christine Lagarde für eine zweite Amtszeit nominiert. Laut IWF ist Lagarde die einzige Kandidatin für den ab Ende Juli neu zu besetzenden Spitzenposten. Der IWF-Verwaltungsrat werde nun "so schnell wie möglich" entscheiden.

Lagarde steht seit 2011 an der Spitze des IWF. Im Januar hatte sie ihre Bereitschaft für eine zweite Amtszeit erklärt, nachdem der Währungsfonds das Rennen um den Topjob eröffnet hatte. Die Bewerbungsfrist lief bis zum 10. Februar.

Viele Unterstützer

Die frühere französische Wirtschaftsministerin hatte in den vergangenen Wochen die Unterstützung der USA sowie einer Reihe von Regierungen aus Europa und Lateinamerika erhalten. Auch die Bundesregierung stützt Lagarde.

Den ungeschriebenen Regeln zufolge stellen die Europäer den Chef des IWF und die USA den der Weltbank - auch wenn dieses System vor allem seitens der Schwellenländer zunehmend in die Kritik gerät. Bei Lagardes erster Kandidatur vor fünf Jahren hatte sich auch der Zentralbankchef von Mexiko, Agustín Carstens, beworben.

Möglicher Prozess in Frankreich

Getrübt werden könnte Lagardes erneuter Anlauf auf den IWF-Chefposten indes durch einen möglichen Prozess in ihrer Heimat wegen einer acht Jahre zurückliegenden Finanzaffäre in ihrer Zeit als Ministerin. Dabei geht es um eine umstrittene Millionen-Entschädigungszahlung an den Geschäftsmann Bernard Tapie. Die Ermittler werfen ihr Nachlässigkeit im Umgang mit öffentlichen Geldern vor.

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