Eurowings A330 startet vom Flughafen Köln/Bonn.  | Bildquelle: dpa

Tarifstreit bei Eurowings Schlichtung noch in weiter Ferne

Stand: 31.10.2016 00:04 Uhr

Im Tarifstreit bei den Lufthansa-Töchtern Eurowings und Germanwings ist eine Lösung in weite Ferne gerückt. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO und der Konzern konnten sich nicht auf eine Schlichtung einigen. Für diese Woche hatte UFO bereits Streiks angekündigt.

Ein Treffen zwischen der Flugbegleitergewerkschaft UFO und den Lufthansa-Billigtöchtern Eurowings und Germanwings hat keine Annäherung gebracht. Die Gewerkschaft habe das Angebot von Eurowings, die offenen Themen durch eine Schlichtung zu klären, "erneut nicht angenommen", teilte Jörg Beißel, Geschäftsführer Personal, mit. Offenbar wolle UFO weder eine Lösung auf dem Verhandlungsweg noch eine Lösung über eine Schlichtung erreichen, kritisierte Beißel.

UFO-Tarifexperte Nicoley Baublies zeigte sich überrascht. Zwar hätten sich beide Seiten am Abend nicht einigen können, UFO habe aber angekündigt, einen Vorschlag für die Schlichtung zu formulieren. Nun würden die Gremien der Gewerkschaft beraten. Zu möglichen neuen Streiks äußerte sich Baublies nicht.

Hunderte Flüge ausgefallen

Am Donnerstag waren wegen des Doppelstreiks der Flugbegleiter bei den Eurowings-Teilgesellschaften Eurowings GmbH und Germanwings 393 von 551 geplanten Flügen ausgefallen. Am Freitag war der Flugbetrieb wieder im normalen Umfang angelaufen.

UFO hatte auch für die kommende Woche mit zwei erneuten Streiktagen gedroht. Der Tarifkonflikt zwischen UFO und den Lufthansa-Billig-Airlines köchelt bereits seit drei Jahren. Im Kern geht es um die Regelungen zur Teilzeitarbeit bei Germanwings und um die Arbeitsbedingungen sowie den Lohn bei Eurowings.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Oktober 2016 u.a. um 05:30 Uhr.

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