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Drohende Wirtschaftseinbußen? Moody's stuft Bonität herab

Stand: 23.09.2017 16:11 Uhr

Wird die britische Wirtschaft durch den Brexit geschwächt? Das befürchtet zumindest die US-Ratingagentur Moody's. Sie stufte nur wenige Stunden nach der Rede von Premierministerin May Großbritanniens Kreditwürdigkeit herab.

Die britische Premierministerin Theresa May verspricht, dass Großbritannien durch den Austritt aus der EU langfristig gestärkt wird: Das Land soll seine finanziellen Pflichten als EU-Mitglied loswerden oder weniger für EU-Ausländer zahlen, die auf den britischen Inseln arbeiten.

Doch die US-Ratingagentur Moody's befürchtet das genaue Gegenteil: Die Aussichten für die Staatsfinanzen Großbritanniens habe sich durch den für 2019 angesetzten Brexit "erheblich verschlechtert". Darum stuften die Bonitätswächter die Kreditwürdigkeit des Landes herab - von "Aa1" auf "Aa2".

Der Agentur zufolge ist durch den EU-Ausstieg mit steigenden Schulden zu rechnen, ob Konsolidierungsbemühungen Erfolg hätten, bezweifeln die Wirtschaftsexperten.

Trotzdem bleibe Großbritannien ein "stabiler" Wirtschaftsmarkt und sei für sichere Geldanlagen auch in Zukunft geeignet. Mit einer weiteren Herabstufung sei nicht zu rechnen, hieß es von Moody's weiter.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. September 2017 um 05:00 Uhr.

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