Ein DB Zug im Bahnhof. | Bildquelle: dpa

GDL-Streiks abgewendet Erfolgreiche Schlichtung bei der Bahn

Stand: 10.03.2017 12:04 Uhr

Der monatelange Tarifkonflikt zwischen der Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ist beigelegt. Beide Seiten akzeptierten die Vorschläge der Schlichter für die rund 34.000 Beschäftigten des Zugpersonals. Damit sind Streiks abgewendet.

Die achtwöchige Schlichtung zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GdL ist erfolgreich abgeschlossen worden. Das teilten die beiden Schlichter in Berlin mit: der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und der thüringische Regierungschef Bodo Ramelow (Linke). Drohende Streiks sind damit abgewendet.

Nach Unternehmensangaben sieht die Schlichtung ein Tarifpaket im Gesamtvolumen von mehr als 5,5 Prozent vor. Enthalten sind neben Lohnerhöhungen auch Verbesserungen im Schichtdienst, wie Deutsche Bahn und GDL übereinstimmend mitteilten. Dabei geht es demnach vor allem um bessere Planbarkeit von Arbeit und Freizeit für die Mitarbeiter. "Der Beschäftigte wird nicht mehr am Ende der letzten Schicht erfahren, wann die nächste beginnt", sagte GDL-Chef Claus Weselsky.

Das Entgelt für das Zugpersonal soll ab April um 2,5 Prozent steigen. Für die Monate davor war bereits eine Einmalzahlung von 550 Euro vereinbart worden. Zum Januar 2018 tritt zudem eine Absenkung der sogenannten Referenzarbeitszeit um 2,6 Prozent in Kraft, was laut Bahn auf das Tarifvolumen angerechnet wird. Die Regelungen gelten für rund 34.000 Mitarbeiter des Zugpersonals und lehnen sich in weiten Teilen an den Abschluss mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) von Ende 2016 an.

K. Joachim, RBB, zum Tarifstreit bei der Bahn
tagesschau 12:00 Uhr, 10.03.2017

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Einigung in Etappen

"Wir haben Kompromisse gemacht, aber wir haben uns in den Kernelementen durchgesetzt", sagte Weselsky. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber erklärte: "Ein gutes Signal: Ruhe für unsere Kunden, wirtschaftlich tragfähig, Mitarbeiter profitieren."

Die GDL hatte kurz vor Weihnachten die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Schlichtung in Gang gesetzt. Während des Verfahrens waren Streiks ausgeschlossen. "Wir haben jetzt mehrere Jahre Tariffrieden bei der Deutschen Bahn", sagte Ramelow. Die Schlichtung war zwei Mal verlängert worden. Ramelow und Platzeck hatten bereits im Frühsommer 2015 erfolgreich einen von etlichen Streiks begleiteten Tarifkonflikt beider Seiten beigelegt.

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