Bahnchef Rüdiger Grube | Bildquelle: dpa

Pläne für den Bahn-Umbau Milliardenverluste und Stellenabbau

Stand: 17.12.2015 12:10 Uhr

Der Konzernumbau bei der Deutschen Bahn wird teuer - und wohl nicht ohne Stellenabbau einhergehen. Personalvorstand Weber sagte, 2600 Jobs im Güterverkehr seien "mittelfristig gefährdet". Die Jobs sollten "sozialverträglich" abgebaut werden. Konzernchef Grube räumte Fehler der Konzernleitung ein.

Was Bahnchef Rüdiger Grube bereits vor ein paar Wochen angekündigt hatte, scheint sich nun zu bestätigen: Die vorgesehenen strukturellen Anpassungen könnten bedeuten, "dass bis zu 2600 Stellen im Mittelfristzeitraum gefährdet sind", sagte Personalvorstand Ulrich Weber. Konkreter wurde er nicht.

Die Deutsche Bahn befinde sich bereits seit einigen Wochen in intensiven Gesprächen mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und der Lokführergewerkschaft. Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer sagte, Auswirkungen auf Arbeitsplätze seien im Bereich Güterverkehr nicht zu vermeiden. Die Bahn werde sich jedoch bemühen, "das Thema sozialverträglich unter Nutzung unseres konzernweiten Arbeitsmarktes und im Rahmen der demografischen Entwicklungen zu lösen". Grube hatte damals versprochen, dass niemand arbeitslos werde. Die Bahn habe einen internen Stellenmarkt mit Vermittlung und Möglichkeiten der Umschulung und Weiterqualifizierung.

Deutsche Bahn stellt Zukunftspläne vor
tagesschau 14:00, 17.12.2015, Justus Kliss, ARD Berlin

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Verlust im laufenden Jahr erwartet

Um wettbewerbsfähiger zu werden, sollen im Fernverkehr bis zum Jahr 2020 fast sechs Milliarden Euro investiert werden, in den Schienengüterverkehr 1,2 Milliarden. 1,4 Milliarden Euro sollen in die Konzerntochter DB Schenker Logistics investiert werden. Der Umbau hinterlässt auch tiefe Spuren in der Bilanz: Der Konzern erwartet nach Angaben von Bahnchef Rüdiger Grube im laufenden und im nächsten Geschäftsjahr Sonderbelastungen in Höhe von zwei Milliarden Euro. Davon entfielen 1,3 Milliarden Euro auf Abschreibungen im Schienengüterverkehr. Weitere 700 Millionen Euro fielen für Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen an. Wie hoch die Wertberichtigungen tatsächlich ausfallen, werde sich erst beim Jahresabschluss 2015 zeigen, sagte Grube.

"Zu sehr in Zuständigkeiten gedacht"

Grube räumte angesichts der schwachen Zahlen Fehler der Konzernleitung ein. "Vielleicht haben wir bisher zu sehr in Zuständigkeiten gedacht und weniger in Verantwortlichkeiten", sagte er. In den vergangenen Jahren sei manchmal der Eindruck entstanden, "die Bahn als ehemaliger Staatsmonopolist habe sich im wesentlichen aufs Defensivspiel verlegt."

Bereits am Mittwoch hatte die Bahn ein Programm für mehr Qualität, Service und Pünktlichkeit vorgestellt. Im kommenden Jahr sollten im Fernverkehr im Durchschnitt vier von fünf Zügen pünktlich fahren, sagte Grube - also 80 Prozent. Derzeit fahren etwa 74 Prozent der Züge gemäß Fahrplan.

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