Airbus-Chef Thomas Enders | Bildquelle: dpa

Korruptionsverdacht Airbus-Chef Enders warnt vor hohen Strafen

Stand: 07.10.2017 01:42 Uhr

Auf den Flugzeug- und Rüstungskonzern Airbus könnten erhebliche Mehrbelastungen zukommen. Unternehmenschef Enders bereitete die Belegschaft auf empfindliche Strafen wegen Korruption vor. Derzeit laufen in mehreren Ländern Ermittlungen wegen Schmiergeldzahlungen.

Wegen Verstoßes gegen Anti-Korruptionsgesetze drohen dem Flugzeugbauer Airbus nach Einschätzung von Airbus-Chef Tom Enders "hohe Strafen". Die derzeit in mehreren Ländern gegen das Unternehmen laufenden Ermittlungen wegen Schmiergeldzahlungen und Korruption hätten "potenziell ernste Konsequenzen - einschließlich hoher Strafen für das Unternehmen", so Enders in einem Schreiben an die 130.000 Mitarbeiter des Konzerns. Airbus stünden "turbulente und verwirrende Zeiten" bevor, schrieb Enders.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht laut "Spiegel" eine Milliardenstrafe. Der "Spiegel" berichtete, Airbus habe in den vergangenen Jahren den Verkauf ziviler und militärischer Flugzeuge etwa in Indonesien, Kasachstan oder China mit Schmiergeldern angeschoben. Interne Ermittler seien auf mehr als einhundert mögliche Korruptionszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe gestoßen.

Das Unternehmen hatte sich im Jahr 2016 bei der britischen Antikorruptionsbehörde SFO selbst angezeigt.

Ermittlungen wegen Korruption bei Airbus
tagesschau 20:00 Uhr, 07.10.2017, Claudia Drexel, NDR

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Verdacht gegen 16 Beschuldigte

Enders schrieb in der Mitteilung nun, dass der Verwaltungsrat trotz der drohenden Strafen hinter ihm und Chefjustiziar John Harrison stehe. Er bitte auch die Belegschaft, den Vorstand und den Verwaltungsrat zu unterstützen.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft in München kurz vor dem Abschluss von Ermittlungen im Zusammenhang mit schwarzen Kassen bei Airbus steht. Das Verfahren wegen des Verdachts der Untreue richtet sich gegen 16 Beschuldigte, Enders ist nicht darunter. Strafen gegen Unternehmen können deutsche Gerichte jedoch nicht verhängen.

Parallel zu den Ermittlungen in Deutschland und Großbritannien durchleuchten auch französische Behörden das Unternehmen.

Über dieses Thema berichtete am 07. Oktober 2017 NDR Info um 03:00 Uhr und die tagesschau um 20:00 Uhr.

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