Airbus A321 von Air France  | Bildquelle: REUTERS

Air France-KLM Umsatzminus wegen Terroranschlägen

Stand: 08.12.2015 14:26 Uhr

Air France-KLM muss im November Einbußen von 50 Millionen Euro hinnehmen. Wegen der Pariser Anschläge wollten weniger Menschen von und nach Paris fliegen. Auch die französische Konjunktur ist von den Attentaten betroffen.

Nach den Anschlägen vom 13. November sind nach Angaben der Fluggesellschaft Air France-KLM weniger Menschen von und nach Paris geflogen - mit negativen Folgen für die Zahlen des Unternehmens. Die Einbußen im November beziffern sich demnach auf rund 50 Millionen Euro.

Was die Fluggastzahlen für das Gesamtunternehmen - Air France, KLM und Transavia - angeht, gab es im November allerdings ein Plus um 0,8 Prozent auf 6,5 Millionen Fluggäste, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Die Sitzauslastung verbesserte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 82,6 Prozent.

Rückgang auch im Frachtgeschäft

Im Frachtgeschäft der Fluggesellschaft sank der Umsatz in November um mehr als elf Prozent, wie Air France-KLM weiter mitteilte. Grund seien vor allem die verschärften Sicherheitsmaßnahmen auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle nach den Anschlägen gewesen.

Finanzchef Pierre-François Riolacci teilte mit, im Dezember dürften die Rückgänge aber nur noch sehr begrenzt zu spüren sein. Die Konzernziele für 2015 seien dadurch nicht gefährdet.

Konjunktur wächst etwas langsamer

Die Anschläge drücken offenbar auch auf das französische Wirtschaftswachstum. Die Zentralbank senkte ihre Wachstumsprognose für das letzte Quartal des Jahres von 0,4 Prozent auf 0,3 Prozent. Im November sei die "Aktivität im Dienstleistungssektor" langsamer gewachsen als zuvor. Betroffen seien unter anderem Hotels, Restaurants und Erholungsangebote. Unternehmenschefs zufolge werde die Aktivität im Dezember in den meisten Sektoren aber wieder zunehmen.

Die Prognose für das gesamte Jahr 2015 ließ die Zentralbank unverändert bei 1,2 Prozent.

Bei den bislang schlimmsten Attentaten in Frankreich waren am 13. November 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt worden. Mehrere Attentäter hatten in Pariser Cafés, Restaurants und im Konzertsaal Bataclan sowie vor der Fußball-Arena Stade de France wahllos auf Menschen geschossen oder sich selbst in die Luft gesprengt.

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