Preisträger des Grimme Online Awards 2015 | Bildquelle: dpa

Grimme Online Award 2015 Ausgezeichnete Infos und Unterhaltung

Stand: 19.06.2015 05:05 Uhr

Eine Museumswebsite, ein Newsletter und ein digitales Stadtmagazin sind unter den diesjährigen Gewinnern des Grimme Online Award. Der prominenteste Nominierte ging allerdings leer aus.

Eine Webreportage über den Absturz des Passagierflugzeugs in der Ostukraine hat den Grimme Online Award gewonnen. "MH17 - Die Suche nach der Wahrheit" verbinde klassischen Journalismus mit digitalen Erzählmethoden, befand die Jury am Donnerstagabend in Köln. Die Reportage ist das Ergebnis einer monatelangen Vor-Ort-Recherche des unabhängigen Recherchebüros Correctiv, das sich über Spenden und Stiftungen finanziert.

Gewinner des Grimme Online Awards | Bildquelle: dpa
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Das Team von "neukoellner.net" gewann in der Kategorie "Information."

In der Kategorie "Information" gab es noch zwei weitere Preise: Ausgezeichnet wurden das digitale Stadtmagazin "neukoellner.net" aus dem Berliner Bezirk Neukölln und "Checkpoint", ein Newsletter des "Tagesspiegel"-Chefredakteurs Lorenz Maroldt.

Ausgezeichnete Unterhaltung im Netz

Gleich vier Preise vergab die Jury diesmal in der Kategorie "Kultur und Unterhaltung": Mit einem Award von der Bühne gingen die Macher der Arte-Webreportage "Polar Sea 360°", die den Klimawandel unmittelbar erfahrbar machen will. Der Nutzer kann dabei selbst entscheiden, was er sich näher ansehen möchte. Das Städel-Museum bekam einen Award für geschickt aufbereitete Hintergrundinformationen zu einer großen Ausstellung: das Digitorial "Monet und die Geburt des Impressionismus".

Der YouTube-Kanal "Hyperbole TV" bestach in den Augen der Jury durch Witz und frische Professionalität. Ebenfalls in der Kategorie "Kultur und Unterhaltung" prämiert wurde das Webspecial "Mamour, mon amour" über die Liebesbeziehung zwischen der Schweizerin Lena und dem Senegalesen Mamour, der ohne Papiere in der Schweiz lebt. 

Kein Preis für Alexander Gerst

In der Kategorie "Wissen und Bildung" ging ein Preis an "netwars/out of CTRL", eine interaktive Webserie über einen drohenden Cyberkrieg. In der Kategorie "Spezial" gab es dieses Jahr keine Auszeichnung. Astronaut Alexander Gerst ging dadurch leer aus - er war für seine Twitter- und Facebook-Beiträge aus dem Weltraum nominiert gewesen. Den Publikumspreis erhielt die YouTube-Reihe "Shore, Stein, Papier", in der ein Ex-Junkie am Küchentisch Episoden aus seinem Leben als Süchtiger erzählt. 

Der nicht dotierte Grimme Online Award zeichnet seit 2001 deutschsprachige Online-Angebote aus. Für die insgesamt acht Preise waren diesmal 25 Webangebote aus 1400 Vorschlägen nominiert.

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