Verleihung der Grammys Swift, Sheeran und ein bisschen Bowie

Stand: 16.02.2016 08:14 Uhr

Wochenlang fieberte die Musikbranche auf diesen Abend hin: die Verleihung der als Grammys bekannten goldenen Grammofone. Diesmal räumten unter anderem Taylor Swift und Kendrick Lamar ab. Eine Premiere feierte dagegen Ed Sheeran. Doch der Abend stand vor allem im Zeichen der Verstorbenen.

In Los Angeles sind in der Nacht zum 58. Mal die Grammys verliehen worden, die als begehrteste Musik-Trophäen der Welt gelten. Für das beste Album des Jahres wurde US-Popstar Taylor Swift geehrt. Neben der Auszeichnung für "1989" bekam sie auch den Preis für das beste Pop-Gesangsalbum sowie das beste Musikvideo ("Bad Blood").

Über die Auszeichnung für den "Song des Jahres" für "Thinking Out Loud" freute sich Ed Sheeran. Für den Sänger war es der erste Grammy.

Ebenfalls zum ersten Mal ausgezeichnet wurde Popstar Justin Bieber. Für seine Beteiligung an "Where Are U Now" gewann er den Preis für die beste Dance-Aufnahme.

Taylor Swift mit ihren Grammys | Bildquelle: AP
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Drei der 83 Preise gingen an Taylor Swift.

Favorit Lamar holt fünf Preise

Deutlich üppiger sahnte der als Favorit mit insgesamt elf Nominierungen gestartete Rapper Kendrick Lamar ab. Er sicherte sich insgesamt fünf der 83 Grammys. Unter anderem die Auszeichnung für das beste Rap-Album für "To Pimp A Butterfly".

Bei seinem Live-Auftritt kam Lamar in Ketten auf die Bühne, im Gesicht ein blaues Auge - hinter sich vier Tänzer, die vor Gefängniszellen standen, in denen weitere junge schwarze Männer waren. Polizeigewalt, Rassismus, die Probleme junger Schwarzer, afrikanische Wurzeln - das sind seine Themen. Deshalb gilt sein Song "Alright" auch als Soundtrack der Black Lives Matter- Bewegung und diese Komplexität passt auch auf eine Grammy-Bühne, wie man feststellen konnte.

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58. Grammy-Verleihung in Los Angeles

Grammy Award:

Taylor Swift war die große Siegerin des Abends: Für ihr Album "1989" gewann die 26-Jährige den Preis für das beste Album und das beste Pop-Gesangsalbum sowie den Preis für das beste Musikvideo für "Bad Blood". | Bildquelle: AFP

Panne bei Adele

Nicht ganz so glatt lief die Live-Performance von Adele – Tonprobleme zogen sich durch ihren Auftritt, schwer zu sagen, ob sie deshalb die Noten nicht wie gewohnt perfekt traf - bejubelt wurde sie trotzdem.

Und für Adele war der Auftritt ohnehin nur eine Aufwärmübung. Ihr neues Album, das sich millionenfach verkauft, kommt wegen seines Erscheinungszeitpunkts erst im kommenden Jahr in die Grammy-Wertung - ein Wiedersehen ist also garantiert.

Erinnerung an Bowie, Frey und White

Der Höhepunkt der Show in Los Angeles war aber der Auftritt von Lady Gaga. Sie zollte mit knallrotem Haar und einem Kostüm im David-Bowie-Stil ihrem verstorbenen Musikerkollegen Tribut, indem sie ein Medley aus "Space Oddity", "Changes", "Ziggy Stardust", "Let's Dance" und anderen Bowie-Hits anstimmte.

Verleihung der Grammy Awards 2016
tagesschau 17:00 Uhr, 16.02.2016, Stefan Niemann, ARD Washington

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Auch an andere verstorbene Musik-Größen wurde gedacht: So ehrte die Rock-Band Eagles ihr Gründungsmitglied Glenn Frey mit dem Hit "Take It Easy", bei dem das Porträt des im Alter von 67 Jahren Verstorbenen groß auf der Leinwand zu sehen war. Zuvor hatte Stevie Wonder den verstorbenen Maurice White, Gründungsmitglied der Band "Earth, Wind & Fire", gemeinsam mit der A-capella-Gruppe Pentatonix geehrt.

Über die Grammy-Gewinner entscheiden rund 13.000 Experten aus der Musikbranche.

Lady 'Bowie' Gaga und Künstler in Ketten - Grammys 2016
N. Markwald, ARD Los Angeles
16.02.2016 08:14 Uhr

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Mit Informationen von Nicole Markwald, ARD-Studio Los Angeles

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