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Blitzeis stoppt Züge in Ostfriesland Eine Nacht im Zug statt im Bett

Stand: 04.01.2016 10:46 Uhr

Nun gibt es ihn also doch noch: den Winter. Auf den Straßen sorgte er für etliche Unfälle. Allein rund um Oldenburg waren es 183 binnen 24 Stunden. Wer mit der Bahn unterwegs ist, hat mit anderen Problemen zu kämpfen - und darf auch schon mal die Nacht im Zug verbringen.

Nachdem Blitzeis einen IC im ostfriesischen Norddeich gestoppt hat, mussten Hunderte Bahnpassagiere stundenlang auf ihre Weiterfahrt warten. Wie ein Bahnsprecher am Morgen sagte, verbrachte eine mittlere dreistellige Zahl an Fahrgästen die Nacht im beheizten Zug oder wechselte in die nahe gelegene Halle einer Fährgesellschaft. Die Reisenden wurden von Helfern der Bahn und des Roten Kreuzes mit Getränken und Mahlzeiten versorgt.

Erst am Vormittag konnte der Zugverkehr auf der Strecke Emden-Norddeich wieder aufgenommen werden, nachdem es gelungen war, die Oberleitungen vom Eis zu befreien. Auch der blockierte IC setzte seine Fahrt fort.

Ein anderer IC von Köln nach Emden, der etwa einen Kilometer vor dem Bahnhof Emden vermutlich wegen einer vereisten Weiche liegen geblieben war, wurde geräumt. "Die Passagiere sind die kurze Strecke bis nach Emden zu Fuß gegangen", sagte ein Bahnsprecher.

Wintereinbruch legt Bahnverkehr lahm
tagesschau 09:00 Uhr, 04.01.2016

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183 Unfälle rund um Oldenburg

Autofahrer müssen sich in mehreren Regionen Deutschlands auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen. In Niedersachsen und Bremen gab es binnen 24 Stunden mehr als 300 Unfälle. Allein die Polizeidirektion Oldenburg meldete in einer ersten Bilanz 183 Unfälle. Bei 16 davon wurden Menschen verletzt.

"Es hätte noch schlimmer kommen können", sagte ein Polizeisprecher. Weil der Wintereinbruch auf einen Sonntag fiel, waren deutlich weniger Menschen mit dem Auto unterwegs als an Werktagen.

Autobahn bei Ulm gesperrt

Im Südwesten lösten Schnee und Glatteis mehrere Staus und Blechschäden aus. Auf der Autobahn 8 bei Ulm verursachten insgesamt vier querstehende Lastwagen in beiden Fahrtrichtungen lange Verzögerungen, wie die Polizei mitteilte. Die Autobahn musste gesperrt werden. Auch die A3 in Franken musste mehrere Stunden lang gesperrt werden.

Für Erleichterung sorgte der Wintereinbruch hingegen in den deutschen Wintersportorten. Skifahren war dort bislang - wenn überhaupt - nur auf wenigen Kunstschneepisten möglich. Mit dem Neuschnee verbessern sich die Bedingungen nun. In vielen Orten reicht die Schneedecke allerdings weiterhin noch nicht für Wintersport.

Sessellift am Wurmberg bei Braunlage im Harz | Bildquelle: dpa
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Bislang war im Harz - wie hier am Wurmberg - an Wintersport nicht zu denken. Am kommenden Wochenende könnte genug Schnee liegen, um diesen Lift in Betrieb zu nehmen, hoffen die Liftbetrieber.

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