Ein Mitglied des Schwarzen Blocks tritt einen Gegenstand. | Bildquelle: AFP

Anti-G20-Demo "Welcome to Hell" eskaliert

Stand: 06.07.2017 20:26 Uhr

Bei der "Welcome to Hell"-Demo in Hamburg ist es zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen Protestierende vor, nachdem sie nach eigenen Angaben mit Flaschen und Latten beworfen worden war. Die Demo wurde vom Veranstalter für beendet erklärt.

Die Hamburger Polizei hat den Protestzug "Welcome to Hell" gestoppt und ist gegen Teilnehmer mit Wasserwerfern vorgegangen. Grund ist, dass sie nach eigenen Angaben aus dem Schwarzen Block heraus mit Flaschen, Latten und anderen Gegenständen beworfen wurde.

Unter die rund 12.000 Demonstranten hätten sich etwa 1000 Vermummte gemischt. Aus ihren Reihen wurden offenbar Rauchbomben geworfen und Mülltonnen in Brand gesteckt. An einem Kaufhaus im Stadtteil Altona und in einer Sparkasse gingen Schaufensterscheiben zu Bruch. Die Demo linker Gruppen richtete sich gegen den G20-Gipfel in der Hansestadt.

Die Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein. Sie teilte zudem mit, dass ihr Pressesprecher, Timo Zill, angegriffen worden sei und sich in Sicherheit bringen musste. Mehrere Menschen mussten darüberhinaus ärztlich behandelt werden.

Björn Staschen, NDR, über die Lage rund um die Demonstration
Brennpunkt, 06.07.2017

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Anmelder erklärt Demo für beendet

Auf ihrem Twitteraccount verkündete die Polizei, der Anmelder des Protestzugs habe die Demo um kurz nach 20 Uhr offiziell für beendet erklärt. In den Seitenstraßen des Demonstrationszugs begannen Vermummte aber offenbar damit, Gegenstände zu sammeln, die sich als "Wurfmaterial" eignen.

Die Einsatzkräfte hatten den Protestzug zuvor gestoppt und rund 1000 Vermummte dazu aufgefordert, ihre Maskierungen abzulegen. Als die Einsatzkräfte versuchten, den "Schwarzen Block" der Vermummten vom Rest der Kundgebung zu trennen, eskalierte die Lage.

Polizei Hamburg @PolizeiHamburg
Erneuter Hinweis: Wir bitten Unbeteiligte, sich vom Geschehen fernzuhalten.
#G20HAM17 https://t.co/0uIiewVUyO

Über dieses Thema berichteten am 06. Juli 2017 der ARD-Brennpunkt um 20:15 Uhr und die tagesschau um 20:00 Uhr.

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