Wahllokal in Strande | Bildquelle: dpa

Wahl in Schleswig-Holstein Gewinnt die CDU die Aufholjagd?

Stand: 07.05.2017 00:09 Uhr

Wie eng kann es werden für die SPD in Schleswig-Holstein? Kein erhoffter Schulz-Effekt, dafür einen selbstbewussten CDU-Kandidaten im Nacken. Und nach der Wahl? Wer kann mit wem regieren? Jörg Schönenborn gibt in den tagesthemen einen Überblick über die Ausgangslage.

Kommt es in Schleswig-Holstein zum Regierungswechsel? Rund 2,3 Millionen Einwohner des Bundeslandes sind dazu aufgerufen, mit ihrer Wahl eines neuen Landtags darüber zu entscheiden. Seit 2012 ist Torsten Albig Ministerpräsident - seine SPD bildet mit den Grünen und dem Südschleswigschem Wählerverband (SSW) eine Koalition.

Jörg Schönenborn, ARD Berlin, mit aktuellen Zahlen zur Landtagswahl in SH
tagesthemen 23:15 Uhr, 06.05.2017

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Kein Rückenwind durch "Schulz-Effekt"

Doch der Thron des amtierenden Ministerpräsidenten wackelt - zu eng liegen die Umfragewerte der SPD und der CDU mit dem herausfordenden Spitzenkandidaten Daniel Günther kurz vor dem Urnengang beieinander. Und das bereitet nicht nur der SPD in Schleswig-Holstein Bauchschmerzen, auch auf Bundesebene blickt man besorgt auf die Wahl im Norden.

Verblasst scheint der "Schulz-Effekt", den die SPD nach der Wahl ihres Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl so gefeiert hatte - auch die SPD und Albig vermisst den dadurch erhofften Rückenwind, wie ARD-Wahlexperte Jörg Schönenborn erläutert. Fast zwei Drittel der Wähler in Schleswig-Holstein äußerten in einer Umfrage, sie hätten in letzter Zeit von Schulz gar nichts mehr gehört.

Günther auf Aufholjagd

Die CDU hingegen habe ihr "eigenes hausgemachtes Problem" nach dem Verlust ihres eigentlich vorgesehenen Spitzenkandidaten Ingbert Liebing im vergangenen Herbst wieder wettgemacht. Im November rückte Günther als Landesvorsitzender nach und startete seine Aufholjagd im Wahlkampf. "Günther hat gerade in den vergangenen Wochen erheblich aufgeholt", sagt Schönenborn. In der ARD-Vorwahlumfrage lag die CDU bereits vor rund anderthalb Wochen einen Prozentpunkt vor der SPD.

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ARD-Vorwahlumfrage zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Sieben Parteien im Landtag?

Doch auch nach der Wahl wird es spannend bleiben, denn dann wird in den Koalitionsverhandlungen die Frage zu klären sein: Wer mit wem? "Zum ersten Mal seit 60 Jahren könnten in einem deutschen Flächenland sieben Parteien in einem Landtag vertreten sein", so Schönenborn. Dazu zählen der SSW der dänischen Minderheit, der von der Fünf-Prozent-Hürde befreit ist. Die AfD und die Linkspartei könnten jeweils diese Hürde überschreiten und die Grünen sowie die FDP erreichen im bundesweiten Vergleich besonders starke Umfragewerte.

Die Schleswig-Holsteiner wünschen sich sowohl Grüne als auch Liberale als Koalitionspartner: 72 Prozent wollen die Grünen weiterhin an der Regierung beteiligt sehen. 53 Prozent sprechen sich für die FDP als mitregierende Partei aus. Für Schönenborn ist eine Ampel genauso möglich wie eine Jamaika-Koalition, an der beide Parteien beteiligt wären.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 06. Mai 2017 um 23:15 Uhr.

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