Kreuz für ein Unfallopfer an der B3

Straßenverkehr 2017 Zahl der Verkehrstoten auf Rekordtief

Stand: 27.02.2018 09:58 Uhr

Es hat wieder öfter gekracht auf deutschen Straßen. Dennoch ist die Zahl der Verkehrstoten mit 3177 im vergangenen Jahr erneut auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnung vor mehr als 60 Jahren gesunken.

Immer weniger Menschen verlieren auf Deutschlands Straßen ihr Leben. Im vergangenen Jahr starben hierzulande 3177 Menschen bei Verkehrsunfällen, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse in Wiesbaden mitteilte. Es gab demnach 29 Getötete weniger (-0,9 Prozent) als im Jahr davor - der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren.

Dass es im Straßenverkehr aber weiterhin nicht ungefährlich zugeht, belegt eine andere Zahl: 388.200 Menschen wurden 2017 verletzt. Jedoch ist auch dieser Wert gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Die Zahlen, die im wesentlichen einen Trend der vergangenen Jahre widerspiegeln, sind bemerkenswert, da der Statistik zufolge die Zahl der von der Polizei aufgenommenen Unfälle um zwei Prozent auf rund 2,6 Millionen gestiegen ist. Dies war demnach ein neuer Höchststand. Bei 2,3 Millionen Unfällen sei es bei Blechschäden geblieben, bei 301.200 Unfällen wurden Menschen verletzt oder getötet.

Motorradfahrer besonders gefährdet

Nach einer von Januar bis November reichenden detaillierten Analyse der Zahlen kamen deutlich weniger Autoinsassen ums Leben. Hier gab es einen Rückgang um 7,4 Prozent oder 104 Getötete, erklärten die Statistiker. Auch die Zahl der getöteten Fußgänger sank mit 28 Todesopfern (minus 6,4 Prozent) spürbar. Einen deutlichen Anstieg gab es dagegen bei tödlichen Motorradunfällen, hier stieg die Zahl der Toten um 46 oder 8,6 Prozent. Bei Lastwagenfahrern gab es sogar einen Anstieg um 24,2 Prozent, dies waren 30 Getötete mehr.

Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit jeweils 59 Todesopfern sowie in Niedersachsen mit 51 Todesopfern je eine Million Einwohner am höchsten. Weit unter dem Bundesdurchschnitt von 38 Getöteten je eine Million Einwohner lagen aufgrund ihrer Siedlungsstruktur die Stadtstaaten, aber auch Nordrhein-Westfalen, wo auf eine Million Einwohner 25 Getötete kamen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 27. Februar 2018 um 08:45 Uhr und 10:15 Uhr in den Nachrichten.

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