Zwei Polizisten nehmen Daten vor einer Unfallstelle auf. | Bildquelle: dpa

Verkehrsprognose für 2016 Mehr Unfälle - weniger Tote

Stand: 29.12.2016 09:15 Uhr

In diesem Jahr sind offenbar so wenig Menschen bei Unfällen auf deutschen Straßen umgekommen wie noch nie seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen. Diese Prognose hat der ADAC unter Berufung auf das Statistische Bundesamt veröffentlicht.

Auf deutschen Straßen sind in diesem Jahr weniger Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. Diese Prognose stellte der ADAC auf und beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Der Verkehrsclub rechnet bis Jahresende mit rund 3300 Todesopfern - im Vergleich zu 2015 ein Rückgang um 5,2 Prozent.

Damit wäre "ein neuer historischer Tiefststand seit Beginn der Aufzeichnung der Unfallstatistik im Jahr 1950 erreicht", hieß es vom ADAC. Auch das Statistische Bundesamt geht, basierend auf den Zahlen der Verkehrstoten von Januar bis September 2016, von einem Rückgang um etwa fünf Prozent aus. Das wären etwa 160 weniger Todesfälle.

Schlechtes Wetter zog weniger Menschen auf die Straßen

Für den Rückgang der tödlichen Unfälle machen sowohl das Bundesamt als auch der ADAC das schlechtere Wetter in der ersten Jahreshälfte, vor allem im Frühjahr, verantwortlich. Die Witterung habe weniger Motorradfahrer zu Touren verleitet, zudem seien auch weniger Fußgänger unterwegs gewesen. Laut Statistik kamen zwischen Januar und August fast 100 Menschen weniger bei Unfällen mit Krafträdern ums Leben.

Die Zahl der Unfälle wird 2016 im Vergleich zum Vorjahr den Berechnungen zufolge jedoch leicht zunehmen - laut Statistischem Bundesamt um drei Prozent auf etwa 2,6 Millionen. Immer mehr Unfälle enden demnach aber nur mit einem Sachschaden, hier soll die Quote um vier Prozent auf 2,3 Millionen steigen. Der ADAC rechnet mit nicht ganz so vielen Unfällen. Die "gelben Engel" gehen von einem Plus von rund zwei Prozent aus.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. Dezember 2016 um 10:15 Uhr.

Darstellung: