US-Soldaten in Afghanistan | Bildquelle: picture alliance / Sgt. Justin U

Trumps Afghanistan-Plan Erleichterung in Berlin

Stand: 22.08.2017 17:00 Uhr

Die USA stocken ihre Truppen am Hindukusch auf - und ernten Lob von der deutschen Regierung. Das weitere Engagement sei für das Land notwendig. Verteidigungsministerin von der Leyen schloss aber aus, dass auch die Bundeswehr mehr Soldaten schickt.

Die Bundesregierung hat zufrieden auf die Ankündigung der Vereinigten Staaten reagiert, die Zahl ihrer Soldaten in Afghanistan zu erhöhen. "Auf dem Weg zur Stabilisierung des Landes" sei der Einsatz am Hindukusch weiterhin notwendig, so eine Regierungssprecherin.

Gleichzeitig forderte sie, einen Dialog mit "den Teilen der Taliban" aufzunehmen, die zu einem friedlichen Ausgleich bereits seien. Ob es dazu kommt, ist fraglich. US-Präsident Donald Trump hatte in seiner Rede angekündigt, die USA würden sich künftig verstärkt um die Bekämpfung des Terrorismus kümmern. "Wir machen keine Staatenbildung mehr, wir töten Terroristen", so Trump.

Trumps neue Afghanistan-Politik
tagesthemen 22:15 Uhr, 22.08.2017, Verena Bünten, ARD Washington

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Keine zusätzlichen deutschen Truppen

Außenminister Sigmar Gabriel forderte die USA zu engen Absprachen mit den europäischen Bündnispartnern auf. Ziel müsse es sein, "dass die Menschen aus Afghanistan nicht zu uns flüchten müssen", sagte er. "Weitere Migration destabilisiert nicht nur Afghanistan, sondern auch Europa", so Gabriel weiter.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen schloss derweil aus, dass auch die Bundeswehr mehr Soldaten nach Afghanistan schickt. "Im vergangenen Jahr haben wir um 18 Prozent erhöht, sodass wir uns jetzt nicht in der ersten Reihe derer sehen, die nach weiterem Truppenaufbau gefragt werden", so die Verteidigungsministerin.

Rückkehr zu einer berechenbaren Außenpolitik?

Jürgen Hardt, Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, begrüßte die Ankündigung des US-Präsidenten. "Ich sehe darin ein deutliches Bekenntnis zu einer bündnisorientierten und auf internationales Engagement ausgerichteten amerikanischen Außenpolitik", so Hardt. Es bleibe zu hoffen, dass die US-Außenpolitik damit wieder berechenbarer werde.

Verena Bünten, ARD Washington, zu Trumps Afghanistan-Strategie
Morgenmagazin, 22.08.2017

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Auch Niels Annen, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, zeigte sich vorsichtig optimistisch. Es sei gut, dass ein unmittelbarer Truppenabzug, wie in Trump noch im Wahlkampf gefordert hatte, nun vom Tisch sei. Annen kritisierte jedoch Trumps Wortwahl. "Die martialische Kriegsrhetorik von Präsident Trump ist erschreckend und droht, den Konflikt in Afghanistan weiter zu befeuern."

Ähnlich äußerte sich Omid Nouripour, Verteidigungsexperte der Grünen-Bundestagsfraktion. "Die Trennung von Terrorbekämpfung und Staatsaufbau ist verheerend", so Nouripour. Ohne Staatsaufbau könne man nur die Terror-Symptome bekämpfen, "nicht den Terrorismus".

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. August 2017 um 16:00 und 17:00 Uhr.

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