Vorstandsvorsitzender Baas stellt Elektronische Gesundheitsakte der Techniker Krankenkasse vor | Bildquelle: dpa

Techniker Krankenkasse Start für die elektronische Patientenakte

Stand: 24.04.2018 12:04 Uhr

Impfungen, Medikamente und Arztbriefe: Versicherte der Techniker Krankenkasse können diese Infos künftig in einer elektronischen Patientenakte speichern. Zugriff haben ausschließlich sie selbst.

Die Techniker Krankenkasse (TK) geht deutschlandweit mit einer elektronischen Patientenakte an den Start. Den Versicherten soll es künftig möglich sein, ihre Gesundheits- und Krankheitsdaten an einem Ort zu speichern und selbst zu managen.

Alle relevanten Daten, die der TK vorliegen, können in die Akte geladen werden. Dazu zählen beispielsweise Impfungen, verschreibungspflichtige Medikamente oder sämtliche Arztbesuche einschließlich der Diagnosen. Auch Röntgenbilder sollen in der Gesundheitsakte hochgeladen werden können.

TK startet Elektronische Patientenakte
tagesschau 14:00 Uhr, 24.04.2018, Anke Hahn, RBB

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Überall und jederzeit Zugriff

Die mehr als zehn Millionen Versicherten sollen überall und jederzeit über die App der TK auf einen digitalen "Datentresor" zugreifen können.

Es sei aber ausschließlich Sache der Versicherten, was dort abgelegt werde und wer Zugriff auf die Informationen erhalte, erklärte TK-Chef Jens Baas. Bislang liegen medizinische Daten dezentral bei Ärzten und Krankenhäusern, Therapeuten oder Krankenkassen.

Entwickelt wurde "TK-Safe" mit IBM Deutschland. Die Daten sind demnach dreifach gesichert und können ausschließlich auf einem registrierten Smartphone oder Tablet mit dem persönlichen Passwort innerhalb der TK-App eingesehen werden. Gleichzeitig werden die Daten von Ende zu Ende verschlüsselt, so dass ausschließlich der Nutzer die entschlüsselten Informationen sehen kann.

Digitale Pläne auch in der Gesundheitspolitik

Auch Union und SPD planen im Zuge der Fortentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte den Aufbau einer "elektronischen Patientenakte" bis zum Jahr 2021. Gesundheitsminister Jens Spahn hat diese als "Schlüsselfunktion" bezeichnet. Spahn will die elektronische Gesundheitskarte in den nächsten dreieinhalb Jahren massiv vorantreiben.

Zur Digitalisierung im Gesundheitswesen hat Spahn extra eine Abteilung im Gesundheitsministerium geschaffen. Allerdings hat der CDU-Politiker auch betont, dass er keine "Insellösungen" möchte, die nicht auf andere Kassen übertragbar sind.

Jens Baas, Vorstandsvorsitzender Techniker Krankenkasse, zur elektronischen Gesundheitsakte
tagesschau24, 24.04.2018

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Über dieses Thema berichtete B5 aktuell (BR Hörfunk) am 24. April 2018 um 10:40 Uhr.

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