CDU-Generalsekretär Tauber (Archivbild) | Bildquelle: AFP

CDU-Generalsekretär Merkel benennt Tauber-Nachfolger

Stand: 19.02.2018 09:02 Uhr

Kanzlerin Merkel will heute einen Nachfolger für CDU-Generalsekretär Tauber benennen. Die schnelle Reaktion wird als Zeichen an ihre Kritiker gewertet, die eine personelle Erneuerung der Partei fordern.

CDU-Chefin Angela Merkel will heute in den Spitzengremien ihrer Partei den Nachfolger von Generalsekretär Peter Tauber benennen. Der 43-jährige Tauber will nach gut vier Jahren im Amt seinen Rückzug erklären.

Damit will er ermöglichen, dass schon auf dem CDU-Parteitag am 26. Februar in Berlin ein Nachfolger gewählt werden könne, hieß es in Parteikreisen. Es habe für ihn seit langem festgestanden, diesen Schritt im Zusammenhang mit einer Regierungsbildung zu vollziehen.

Tauber war seit Dezember 2013 Parteimanager, eigentlich ist er bis Dezember gewählt. Wen die Kanzlerin als Nachfolger vorschlagen wird, blieb zunächst offen, genauso wie der Zeitpunkt, zu dem ein neuer Generalsekretär sein Amt antreten würde.

Personelle Erneuerung gefordert

Die Entscheidung Merkels zur raschen Wahl eines Nachfolgers von Tauber wurde in der CDU auch als Zeichen an ihre parteiinternen Kritiker gewertet. Sie verlangen seit dem schlechten Abschneiden der Partei bei der Bundestagswahl im September 2017 eine personelle Erneuerung in Partei und Regierung.

Der JU-Vorsitzende Paul Ziemiak mahnte in der "Bild am Sonntag", es gehe bei der Besetzung des Kabinetts auch um die Zukunft der CDU als Volkspartei. "Ich sehe in dem bislang bekannt gewordenen Tableau keine echte Erneuerung für die CDU."

Gleich mehrere Namen, die für eine Erneuerung stehen, kursieren seit Wochen. Sie könnten wichtige Positionen in Kabinett oder Partei übernehmen. Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner gilt als Nachwuchshoffnung und Kritikerin Merkels - sie war in dem Landwirtschaftsressort bis 2011 bereits Parlamentarische Staatssekretärin. Die bisherige Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz könnte den Posten von Hermann Gröhe im Gesundheitsministerium übernehmen. Spannend wird sein, welche Position Merkels energischster Kritiker, der bisherige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Jens Spahn erhält.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. Februar 2018 um 06:00 Uhr.

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