FDP-Spitzenkandidat Alexander Graf Lambsdorff | Bildquelle: dpa

Möglicher Militärschlag in Syrien Lambsdorff kritisiert Merkels Haltung

Stand: 13.04.2018 10:27 Uhr

Deutschland beteiligt sich nicht an einem Militärschlag in Syrien - diese Aussage der Kanzlerin findet die FDP "bedauerlich". Außenpolitiker Lambsdorff nannte die Idee eines Angriffs nachvollziehbar.

Kanzlerin Angela Merkel hat einer deutschen Beteiligung an einem möglichen Angriff auf Syrien eine klare Absage erteilt. Eine Entscheidung, die die FDP kritisch sieht. Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff nannte die Haltung "bedauerlich". "Sollten unsere Partner Unterstützung brauchen und eventuell anfordern, dann sollte das zumindest nicht von vorneherein ausgeschlossen sein", sagte Lambsdorff.

Alexander Graf Lambsdorff, FDP, mit Kritik an Militärschlag-Weigerung
Mittagsmagazin, 13.04.2018

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Idee eines Militärschlags für FDP nachvollziehbar

Die NATO-Verbündeten USA, Frankreich und Großbritannien erwägen einen militärischen Vergeltungsschlag gegen Syrien für den mutmaßlichen Giftgas-Einsatz in der Stadt Duma.

Lambsdorff sagte, er finde es in der aktuellen Situation richtig, wenn Deutschland an der Seite der westlichen Partner stehe. "Wenn Frankreich, Großbritannien und Amerika der Meinung sind, in einer solchen Situation ein militärisches Signal senden zu müssen, dann ist das vor dem Hintergrund dieses fürchterlichen Chemiewaffenangriffs eine Entscheidung, die wir als Freie Demokraten auch nachvollziehen können."

Rauch steigt nach erneuten Luftangriffen über der syrischen Rebellenhochburg Duma auf. | Bildquelle: dpa
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Der mutmaßliche Einsatz von Chemiewaffen in Duma lässt den Konflikt in Syrien weiter eskalieren.

CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hält Deutschland trotz der ablehnenden Haltung nicht für isoliert. "Ich glaube, dass die deutsche Bundesregierung eng eingebunden ist in den Meinungsfindungsprozess", sagte Hardt dem SWR. Es sei klar, dass ein Militärschlag gegen Assad in Auseinandersetzung mit Russland münden könnte. "Wenn tatsächlich eine Aktion vollzogen wird, dann muss sie von allen - auch von denen, die nicht direkt an der Aktion beteiligt sind - mitgetragen werden."

Kauder warnt vor neuem Kaltem Krieg

Unions-Fraktionschef Volker Kauder nannte die aktuelle Konfrontation "besorgniserregend". In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" warnte er, "dass wir nicht wieder in einem Kalten Krieg mit immer neuen Brandherden landen". Man müsse das Gespräch mit Kreml-Chef Wladimir Putin suchen, damit "in der Weltpolitik wieder das Prinzip der Vernunft herrscht", forderte Kauder. Scharf kritisierte Kauder den Tonfall von US-Präsident Donald Trump. Dessen Äußerungen seien "verstörend".

Vor Merkel hatte sich bereits Außenminister Heiko Maas gegen ein militärisches Eingreifen Deutschlands ausgesprochen. Er betonte aber auch, dass sich der Westen in dieser Frage nicht auseinanderdividieren lassen dürfe und deutete damit eine mögliche politische Unterstützung eines Militärschlags an. "Ich bin der Meinung, dass das, was dort geschehen ist, nicht ohne Konsequenzen bleiben kann", sagte Maas.

Diskussion über deutschen Militärbeteiligung in Syrien
tagesschau 14:00 Uhr, 13.04.2018, Oliver Köhr, ARD Berlin

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FDP-Außenpolitiker Lambsdorff kritisiert Merkels Haltung zu Syrien
Wolfgang Kerler, ARD Berlin
13.04.2018 09:31 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. April 2018 um 04:57 Uhr.

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