Studenten während der Vorlseung | Bildquelle: picture-alliance/ ZB

Rekordhoch an Hochschulen 2,8 Millionen Studierende im Wintersemester

Stand: 25.11.2015 17:00 Uhr

Knapp 2,8 Millionen Studierende sind im laufenden Wintersemester an Deutschlands Hochschulen eingeschrieben. Bundesbildungsministerin Wanka sieht ihre Arbeit bestätigt, die Opposition kritisiert unter anderem fehlendes Engagement.

An Deutschlands Hochschulen hat die Zahl der Studentinnen und Studenten ein neues Hoch erreicht: In diesem Wintersemester sind laut Statistischem Bundesamt knapp 2,8 Millionen Menschen eingeschrieben. Das sind 60.400 mehr als im Wintersemester vor einem Jahr. Die Zahl der Studienanfänger sank im Vergleich zum Vorjahr zwar, aber mit 0,2 Prozent nur minimal - auf 503.600.

Fast zwei Drittel der Studierenden sind an wissenschaftlichen Hochschulen eingeschrieben, ein Drittel an einer Fachhochschule. Auf Kunsthochschulen und Verwaltungsfachhochschulen entfiel jeweils ein Anteil von 1,3 Prozent.

Nach dem "Allzeithoch ein tiefer Fall"?

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka wertet das Rekordhoch als Beleg für die Attraktivität der Hochschulen. Sie verwies darauf, dass Bund und Länder mit dem Hochschulpakt die zusätzlichen Studienplätze finanzierten. Anders sieht das die Opposition: Es sei unverständlich, dass der Bund für die dritte Phase des Hochschulpakts ab 2016 seine Finanzierung deckele, sagte der Grünen-Abgeordnete Kai Gehring. Halte Wanka daran fest, drohe "dem Allzeithoch ein tiefer Fall". Die Hochschulen können der hohen Anzahl an Studierenden durch "die jahrelange Unterfinanzierung" nicht mehr gerecht werden, erklärte die Linken-Abgeordnete Nicole Gohlke.

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Horst Hippler, erklärte, dass die HRK die bisherigen Bemühungen von Bund und Ländern anerkenne. Hippler mahnte aber auch, die Finanzierung der Studienplätze weiter zu sichern.

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