Blick von oben in den Plenarsaal des Deutschen Bundestages | Bildquelle: dpa

Bundestagsvizepräsident Dreikampf bei der SPD

Stand: 19.10.2017 00:03 Uhr

Wer wird der Bundestagsvizepräsident der SPD? Geht es nach dem Fraktionsvorstand, soll es Thomas Oppermann werden. Doch mindestens zwei weitere Politikerinnen wollen ebenfalls den Posten - es läuft auf eine Kampfabstimmung hinaus.

Thomas Oppermann | Bildquelle: dpa
galerie

Der SPD-Fraktionsvorstand hat sich für Thomas Oppermann als Bundestagsvizepräsident ausgesprochen.

Bei der SPD wird es eine Kampfabstimmung mit mindestens drei Bewerbern um den Posten des Bundestagsvizepräsidenten geben. Der geschäftsführende Fraktionsvorstand schlug einvernehmlich den bisherigen Fraktionschef Thomas Oppermann vor. Das teilte seine Nachfolgerin Andrea Nahles den Abgeordneten in einem Brief mit. Die Fraktionsführung hält Oppermann für die beste Wahl, um die SPD angesichts des Einzugs der AfD in den Bundestag "am kraftvollsten und überzeugendsten im Präsidium" zu vertreten.

Schmidt und Lambrecht gehen ins Rennen

Allerdings wollen auch Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die seit 2013 im Bundestagspräsidium sitzt, sowie die bisherige Fraktionsmanagerin Christine Lambrecht sich für das Amt bewerben. Die Kampfabstimmung findet am kommenden Montag statt, am Dienstag wird die SPD ihren Kandidaten dann offiziell nominieren. Bis Anfang der Woche können weitere Genossen ihren Hut ins Rennen werfen. Die konstituierende Sitzung des Bundestages findet am Dienstag statt.

Ulla Schmidt | Bildquelle: picture alliance / Sven Simon
galerie

Ebenfalls kandidieren wollen Ulla Schmidt ...

Christine Lambrecht
galerie

... und Christine Lambrecht

Die Sozialdemokraten, die nach ihrer Wahlniederlage in die Opposition gehen, hatten seit 2013 zwei Vizepräsidenten im Bundestag gestellt. Nahles hätte das gerne so beibehalten. "Die Union hat uns gestern unmittelbar vor den Sitzungen unserer Vorstandsgremien mitgeteilt, dass sie dies ablehnt. Wir akzeptieren diese Entscheidung, auch wenn wir unseren Anspruch weiter für gerechtfertigt halten", schrieb die frühere Arbeitsministerin nun den Abgeordneten. 

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. Oktober 2017 um 03:00 Uhr.

Darstellung: