Simone Peter | Bildquelle: dpa

Ex-Grünen-Chefin Peter wird Öko-Lobbyistin

Stand: 21.02.2018 21:19 Uhr

Im Januar gab sie ihr Amt als Grünen-Parteichefin auf, nun wechselt Simone Peter in die Privatwirtschaft: Die 52-Jährige wird Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie.

Die frühere Grünen-Vorsitzende Simone Peter wird Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE). Die 52-Jährige wurde einstimmig zur Nachfolgerin von Fritz Brickwedde gewählt, wie der Verband mitteilte. Brickwedde gibt sein Amt zum 1. März nach viereinhalb Jahren aus persönlichen Gründen ab.

Erfahrung mit Erneuerbaren Energien

Die promovierte Biologin Peter war von 2013 bis Anfang 2018 Bundesvorsitzende der Grünen, im Januar trat sie nicht wieder zur Wahl an. Von 2012 bis 2013 gehörte sie dem Landtag des Saarlandes an. Von 2009 bis 2012 war sie Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr im Saarland. Davor arbeitete Peter bereits auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien: von 2001 bis 2004 war sie für die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien (EUROSOLAR) tätig, von 2004 bis 2009 war sie Geschäftsführerin und Projektmanagerin der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). "Die Erneuerbaren Energien brauchen heute mehr denn je eine starke, gemeinsame Vertretung", betonte Peter.

Mit Blick auf die künftige Bundesregierung forderte sie: "Wir brauchen neben dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stromsektor auch klare Ausbaupfade im Wärme- und Verkehrssektor sowie die Kopplung dieser Sektoren." Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE nach eigenen Angaben die Interessen von 48 Verbänden und Unternehmen mit 30.000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5000 Unternehmen.

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