CSU-Chef in den tagesthemen Seehofer macht Merkel verantwortlich

Stand: 14.03.2016 18:04 Uhr

Die Zuwanderungspolitik der Kanzlerin war's: Zumindest ist das die Sichtweise von CSU-Chef Seehofer, wenn es um die Gründe des AfD-Erfolgs und der schlechten CDU-Ergebnisse geht. In den tagesthemen forderte er, mehr auf die Bevölkerung zu hören.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel für das gute Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen verantwortlich gemacht. "Dieses Wahlergebnis hat eine ganz zentrale Ursache: Das ist die Verunsicherung der Bevölkerung durch die Zuwanderungspolitik von Berlin. Wir können die AfD am leichtesten überflüssig machen, wenn wir diese Politik verändern und die Bevölkerung ernst nehmen mit ihren Anliegen", sagte der CSU-Chef in den tagesthemen.

Bis zum September vergangenen Jahres habe die CDU in allen Bundesländern, in denen am Sonntag gewählt wurde, "komfortable Umfrageergebnisse" erzielt. Dann sei allerdings die Entscheidung gefallen, die Flüchtlinge nach Deutschland einreisen zu lassen. "Diese Entscheidung habe nicht ich getroffen, sondern die Bundesregierung", so Seehofer weiter. "Seitdem haben wir enorm mit der Zustimmung der Bevölkerung zu kämpfen.

Horst Seehofer, CSU, zu den Ergebnissen der Landtagswahlen
14.03.2016

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Bessere Integration von Flüchtlingen

Es gehe ihm einerseits darum, schutzbedürftige Flüchtlinge besser als bisher zu integrieren, "aber auch die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen, zu begrenzen". Dass derzeit weniger Migranten einreisen, "verdanken wir ausschließlich den Staaten entlang der Balkanroute - und nicht irgendeiner politischen Entscheidung in Berlin", sagte Seehofer.

Angesprochen auf die Tatsache, dass laut Befragungen viele Wähler statt AfD die CSU gewählt hätten, wenn diese auch in anderen Bundesländern zur Wahl stehen würde, sagte Seehofer: "Wir sind für viele in der bürgerlichen Mitte, die heimatlos geworden sind, eine Alternative in ganz Deutschland". Dies merke er auch bei Auftritten außerhalb Bayerns. "Aber wir werden uns nicht auf ganz Deutschland ausdehnen."

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