Horst Seehofer | Bildquelle: AFP

Bayern Seehofer will doch CSU-Chef bleiben

Stand: 24.04.2017 14:21 Uhr

Eigentlich sollte 2018 definitiv Schluss sein. Doch jetzt verkündete Horst Seehofer, er wolle auch nach 2018 CSU-Chef und Ministerpräsident von Bayern bleiben. Der Rückzug vom Rückzug hatte sich bereits länger angedeutet.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer will entgegen früherer Ankündigungen über 2018 hinaus im Amt bleiben. Das kündigte der 67-Jährige in München an. Er sei bereit, sich noch einmal für das Amt des Parteivorsitzenden und das Staatsamt des bayerischen Ministerpräsidenten zu bewerben, sagte der 67-Jährige nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Und der Vorstand habe dies einhellig begrüßt.

Drei Dinge seien maßgeblich für seine Entscheidung gewesen, sagte Seehofer: "dass man solche Ämter will, dass man sie ausüben kann und dass man auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit den Erfolg bei einer Wahl gewährleisten kann".

In der Vergangenheit hatte Seehofer eine neuerliche Spitzenkandidatur bei der Landtagswahl 2018 ausgeschlossen und seinen Rückzug als CSU-Chef für dieses Frühjahr in Aussicht gestellt. Zuletzt schloss er allerdings eine Fortsetzung seiner Laufbahn nicht mehr aus. Auch aus der CSU-Spitze gab es entsprechende Wünsche an ihn. Seehofer ist seit 2008 CSU-Chef und Ministerpräsident. Der nächste Parteitag, auf dem die gesamte Parteiführung neu gewählt wird, ist für Herbst geplant.

Seehofer will Parteivorsitzender und Ministerpräsident bleiben
tagesschau 12:00 Uhr, 24.04.2017, Sebastian Kraft, BR

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CSU-Vize Manfred Weber lobte die Entscheidung Seehofers. "Ich finde es gut, dass er weitermacht", sagte der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europaparlament. Seehofer sei ein exzellenter Ministerpräsident, mit ihm an der Spitze sei Bayern durchsetzungsfähig. "Ich bin überzeugt, dass die Basis und die Bevölkerung das auch so sieht", betonte Weber.

Söder: Gut, dass wir Klarheit haben

Auch Finanzminister Markus Söder äußerte sich zufrieden: "Ich finde es gut, dass wir jetzt dann Klarheit haben. Ich denke es ist wichtig für die CSU, dass wir die zwei schwierigen Wahlgänge sehr geschlossen angehen. Wenn der Ministerpräsident und Parteivorsitzende weitermacht, hat er meine ehrliche Unterstützung." Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber sprach von einer "ausgezeichneten Lösung", die er "außerordentlich begrüße".

Kritik kam von der SPD. "Der CSU-Wahlbetrug ist programmiert", sagte Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher. "Herr Seehofer spricht seit Jahren von nichts anderem als vom Aufhören; wer öffentlich die eigene Amtsmüdigkeit so glaubwürdig inszeniert, wird nie und nimmer für eine volle Legislatur bis 2023 in der Politik bleiben."

Herrmann als Nachfolger de Maizières?

Neben Seehofers Zukunft soll heute auf der CSU-Vorstandssitzung in München auch geklärt werden, wer die CSU als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl im September führt. Laut dem Entwurf der Landeswahlliste soll Bayerns Innenminister Joachim Herrmann diese Aufgabe übernehmen.

Herrmann wird von der CSU außerdem in Stellung gebracht für die Nachfolge von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Der 60-Jährige sei im Falle einer erneuten Regierungsbeteiligung der Union ausschließlich für das bisher vom CDU-Politiker de Maizière geführte Innenressort vorgesehen, hieß es in Parteikreisen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. April 2017 um 12:00 Uhr.

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