SPD-Chef Martin Schulz | Bildquelle: dpa

Bundestagswahlkampf Schulz attackiert Autobosse

Stand: 13.08.2017 17:12 Uhr

Sechs Wochen vor der Bundestagswahl versucht SPD-Kanzlerkandidat Schulz mit scharfen Attacken auf die Autokonzerne zu punkten. Sie hätten "die Zukunft verpennt", sagte ein siegessicherer Merkel-Herausforderer im ZDF.

Die Bundestagswahl im Blick schießt sich SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auf die Autokonzerne ein. Im ZDF sprach er von "verantwortungslosen Managern", die "die Zukunft verpennt" hätten. "Wegen des kurzfristigen Effekts in ihren Bilanzen haben sie nichts investiert in den Bereichen, wo wir hätten investieren müssen."

SPD-Chef Martin Schulz
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SPD-Chef Schulz im ZDF-Interview.

Nun gebe es in der Abgas-Affäre das Problem, dass die Dieselfahrer - hauptsächlich Pendler, kleine Handwerker, Lieferanten - "die Zeche zahlen" sollten. "Nee, da bin ich entschieden gegen", sagte Schulz.

Den Diesel-Gipfel vor zwei Wochen bezeichnete der Merkel-Herausforderer erneut als gescheitert. Da sei "ja nichts bei rumgekommen". Die Verantwortung dafür trage in erster Linie Verkehrsminister Alexander Dobrindt von der CSU.

Vorwürfe an die Autoindustrie hatte auch CDU-Chefin Angela Merkel bei ihrem Wahlkampfauftritt in Dortmund am Samstag erhoben. "Weite Teile der Automobilindustrie haben unglaubliches Vertrauen verspielt."

Unstrittig ist offenbar ebenfalls, dass dem Diesel-Gipfel Anfang August im Herbst ein weiterer folgen soll. Den Vorschlag von Schulz, eine europaweite Quote für Elektroautos einzuführen, lehnte Merkel aber klar ab.

Kanzlerkandidat Martin Schulz im Sommerinterview
tagesschau 20:00, 13.08.2017, Moritz Rödle, ARD Berlin

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"Ich werde Kanzler"

Bis zur Bundestagswahl sind es noch gut sechs Wochen. Die Union liegt in Umfragen weit vor der SPD. Dennoch will Schulz von Pessimismus nichts wissen. "Ich rechne damit, dass ich eine gute Chance habe, die nächste Bundesregierung anzuführen", sagte er. "Ich werde Kanzler." Auf die Frage einer Fortsetzung der Großen Koalition gab er die gleiche Antwort wie Mitte Mai in der ARD: "Ich habe nichts gegen eine Große Koalition unter meiner Führung."

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann kündigte im Berliner "Tagesspiegel" eine Ende der "Schonzeit" für die Kanzlerin an. Man werde die CDU-Vorsitzende von jetzt an "Tag für Tag mit den Herausforderungen und Problemen unseres Landes konfrontieren, aber auch mit den Chancen, die sie verspielt" habe.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. August 2017 um 17:15 Uhr.

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