SPD-Chef Martin Schulz auf dem Bundeskongress der Jusos. | Bildquelle: dpa

Schulz bei den Jusos "Lasst uns um den Weg ringen"

Stand: 24.11.2017 23:12 Uhr

Keine Große Koalition, keine Minderheitsregierung, kein Kenia-Bündnis - SPD-Chef Schulz hat auf dem Bundeskongress der Jusos gesagt, er strebe gar nichts an. Dennoch wiederholte er, er sei bereit, mit Kanzlerin Merkel und CSU-Chef Seehofer über eine Regierungsbildung zu sprechen.

SPD-Chef Martin Schulz hat die Entscheidung verteidigt, auf Bitten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nun doch Gespräche über eine Regierungsbildung zu führen. "Was ist wichtiger: Die Leuchtkraft unserer Resolutionen oder die Verbesserung des Lebens der Menschen im Alltag?", fragte Schulz beim Bundeskongress der SPD-Jugendorganisation Jusos in Saarbrücken.

Es gehe darum, dass die SPD - egal, was sie tue - das Leben der Menschen ein Stück besser mache. Die Partei müsse überlegen, aus welcher Position dies am besten möglich sei. Die Jusos hatten sich zuvor vehement gegen eine Neuauflage der Großen Koalition ausgesprochen. Sie begrüßten Schulz in Saarbrücken demonstrativ als den Chef "der größten Oppositionspartei des Bundestages".

Jusos-Bundeskongress: Debatte über Regierungsbeteiligung
tagesschau 08:55 Uhr, 25.11.2017, Simone Blaß, SR

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Um den Weg ringen

"Ja klar ist das toll, in der Opposition zu sitzen. Super", sagt Schulz später in seiner Rede und erntete dafür lauten Beifall. Er habe dies jahrelang gemacht als Fraktionsführer der sozialistischen Fraktion im Europaparlament. "Und dann habe ich erlebt, wie es kein europäisches Einwanderungsrecht gab. Und kein europäisches Asylrecht. Dann hab ich erlebt, wie das ist, wenn der Markt dereguliert wird anstatt reguliert."

Schulz betonte, er strebe keine Große Koalition an, keine Minderheitsregierung, kein Kenia-Bündnis und keine Neuwahlen. "Ich strebe gar nix an. Wisst Ihr, was ich anstrebe?", fragte er. "Dass wir die Wege miteinander diskutieren, die die besten sind, um das Leben der Menschen national und international ein kleines Stück besser zu machen. Lasst uns um den Weg ringen."

Chance auf ein Ende der Hängepartie

Die SPD war zuvor von ihrer kategorischen Absage an eine Neuauflage der Großen Koalition abgerückt. Schulz erklärte sich auf Bitten Steinmeiers zu Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer bereit und nahm die Einladung zu einem gemeinsamen Treffen am Donnerstagabend im Schloss Bellevue an.

Damit besteht die Chance auf ein Ende der Hängepartie nach dem Scheitern der Sondierungen für ein Jamaika-Bündnis. Das letzte Wort bei der Entscheidung der SPD soll die Parteibasis haben.

#nogroko, aber Schulz hält sich Optionen offen
Janek Böffel, ARD Berlin
25.11.2017 09:59 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 24. November 2017 um 21:45 Uhr.

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