Martin Schulz und Sigmar Gabriel | Bildquelle: REUTERS

Kandidatur für Bundestag Martin Schulz will nach Berlin

Stand: 24.11.2016 00:50 Uhr

Martin Schulz will Brüssel und das Europaparlament verlassen - und in die Bundespolitik wechseln. Das bestätigte der SPD-Politiker der ARD. Am Morgen will er sich erklären. Offen ist, welche Rolle er in Berlin übernehmen wird.

Martin Schulz strebt den Wechsel in die Bundespolitik an. Der SPD-Europapolitiker bestätigte dem ARD-Europastudio Brüssel, er werde sich nicht um eine weitere Amtszeit als Präsident des Europäischen Parlaments bewerben. Am Morgen will er sich dazu in Brüssel erklären. (Die Erklärung können Sie ab 9.30 bei tagesschau.de im Livestream verfolgen.)

Zuvor hatte bereits die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, Schulz solle nach Angaben aus Parteikreisen bei der Bundestagswahl auf Platz eins der nordrhein-westfälischen SPD-Landesliste antreten. Diese Entscheidung sei am Mittwochabend in Kreisen der Landespartei bereits verbreitet worden. Weiterhin offen sei aber die Rolle, die Schulz für die SPD in der Bundespolitik übernehmen könnte.

Markus Preiß @markuspreiss
Martin #Schulz bestätigt dem ARD-Europastudio Brüssel seinen Wechsel nach Berlin. Er wird sich morgen früh im EP in Brüssel erklären.

Der Rheinländer gilt in der SPD bei der Suche nach einem Kanzlerkandidaten als mögliche Alternative zum Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel. Schulz ist auch als Nachfolger für Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Gespräch, den die Große Koalition als gemeinsamen Kandidaten für die Wahl zum Bundespräsidenten im kommenden Februar aufstellte.

Die SPD wollte sich durch die erneute Kanzlerkandidatur von Angela Merkel nicht unter Druck setzen lassen und erst Ende Januar entscheiden, wen sie gegen Merkel ins Rennen schickt. Diese Frage solle - wie schon geplant - auf einer Vorstandsklausur geklärt werden, beschloss die SPD-Spitze am Montag einstimmig. Auch die Festlegung auf einen Nachfolger für Steinmeier im Auswärtigen Amt ist für die zweite Januarhälfte geplant. Fraglich ist, ob eine mögliche Vorentscheidung nicht schon vorher durchsickert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. November 2016 um 04:55 Uhr.

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