Schmerzmittel Verpackungen von Aspirin bis Spalt. | Bildquelle: picture-alliance / dpa

Neue Hinweise auf Verpackung Warnung vor Aspirin, Ibuprofen und Co.

Stand: 08.06.2018 14:03 Uhr

"Nicht länger anwenden als vorgegeben." So soll künftig auf der Packung vor zu langer Einnahme von rezeptfreien Schmerzmitteln wie Aspirin gewarnt werden. Das hat der Bundesrat beschlossen, um Gefahren vorzubeugen.

Bei Schmerzmitteln wie Aspirin oder Ibuprofen, die ohne Rezept in der Apotheke zu bekommen sind, sollen neue Hinweise stärker vor einer zu langen Einnahme warnen. Auf der Außenpackung muss künftig aufgedruckt werden: "Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!"

Verbraucherschutz als Motiv

Das sieht eine Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn vor, die der Bundesrat billigte. Die Maßnahme soll Verbraucher davon abhalten, Wirkstoffe wie Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure länger als vorgesehen einzunehmen. Studien zufolge nehmen ein Fünftel der Frauen und fast ein Drittel der Männer solche Analgetica länger als die vorgegebenen vier Tage, hieß es zur Begründung für die Verordnung.

Bei zu langer Einnahme oder Überdosierungen können solche Mittel zu Nebenwirkungen wie Magenblutungen, Leber- und Nierenschäden oder zu Schlaganfällen führen. Darauf wird bisher schon auf dem Beipackzettel hingewiesen.

Über dieses Thema berichtete WDR aktuell am 08. Juni 2018 um 14:00 Uhr.

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