Schlafender Mensch | Bildquelle: dpa

Schlafstudie Jeder Dritte schläft schlecht

Stand: 15.11.2017 12:44 Uhr

In Deutschland sind die Menschen ausgeschlafen - zumindest der überwiegende Teil. Zwei von drei Erwachsenen schlafen gut oder sehr gut. Jeder Dritte leidet dagegen unter Schlafstörungen. Vor allem Berufstätige mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder Schichtdienst sind betroffen.

Die meisten Deutschen schlafen gut oder sehr gut. Das zeigt eine Studie der Techniker Krankenkasse - ein Viertel der Erwachsenen kommt allerdings nicht auf die von Gesundheitsexperten empfohlenen sechs Stunden Schlaf.

Jeder Dritte schläft danach nur mittelmäßig, schlecht oder sehr schlecht. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil der schlechten Schläfer unter den Berufstätigen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder Schichtdiensten.

Schlafraub in Deutschland
Morgenmagazin, 15.11.2017

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Wer nicht genug schläft, wird krank

Von diesen sogenannten Flex-Beschäftigten klagen sogar 40 Prozent über schlechte Schlafqualität. Die Hälfte schläft höchstens fünf Stunden. Laut Studie liegt der Anteil der Flex-Beschäftigten in Deutschland mittlerweile bei 30 Prozent - und der Bedarf steigt mit dem Anspruch der Verbraucher, rund um die Uhr alles erledigen zu können.

Wer jedoch nicht ausreichend schläft, wird krank. Das Risiko für Herz-Kreislauf- und Magenbeschwerden, für Depressionen und Übergewicht ist höher, wenn der regelmäßige und tiefe Schlaf zu kurz kommt. Mehr als sie Hälfte unter den "Schlechtschläfern" leiden unter Muskelverspannungen und Rückenschmerzen. Zudem steigt das Unfallrisiko und die Fehlerquote im Job.

Wer schlecht schläft, fühlt sich außerdem mehr als doppelt so häufig erschöpft wie ein ausgeschlafener Mensch, ist gereizter und häufiger niedergeschlagen.

"Im Schlaf sortiert sich das Gehirn"

Der Mensch muss sich erholen, um kreativ und leistungsfähig zu sein. "Im Schlaf sortiert das Gehirn seinen Zwischenspeicher. Dafür muss das System herunterfahren, das ist im laufenden mentalen Betrieb nicht möglich", so Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK.

"Gerade in einer Wissensgesellschaft wie der unseren ist erholsamer Schlaf nicht nur physiologisch, sondern auch gesellschaftlich wichtig. Deshalb sollten wir unser Schlafverhalten optimieren, nicht rationalisieren."

Betroffene können selbst viel dazu beitragen, dass sie gut durch die Nacht kommen.
Gewohnheiten und Umstände, die den gesunden Schlaf fördern, bezeichnen Experten als Schlafhygiene. "Vieles können wir nicht oder nur schwer beeinflussen wie zum Beispiel Straßenlärm oder das Schnarchen des Partners", so Utz Niklas Walter vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung.

Handys raus aus dem Schlafzimmer

Die Studie zeigt aber auch, dass man schon mit kleinen Lebensstilveränderungen viel erreichen kann. So beklagen 41 Prozent die Zimmertemperatur, 23 Prozent konsumieren vor dem Schlafen schwere Mahlzeiten und 15 Prozent koffeinhaltige Getränke. Bei sieben Prozent der Erwachsenen liegt das Smartphone auf dem Nachttisch oder unter dem Kopfkissen. Besonders hoch ist der Anteil bei den Unter-30-Jährigen: Hier stört das Handy bei jedem Fünften den Schlaf.

Am schlechtesten schlafen übrigens die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein (21 Prozent), am besten schlafen die Baden-Württemberger, wo nur fünf Prozent Einschlafprobleme angeben.

TK-Studie sagt, jeder Dritte Deutsche schläft schlecht
Bettina Nutz, ARD Berlin
15.11.2017 13:54 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 15. November 2017 um 05:48 Uhr.

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