IS-Experte Reuter "Worum es geht, ist Angst"

Stand: 18.11.2015 06:39 Uhr

Das Ziel des "Islamischen Staates" ist, Angst zu schüren und die kommende Macht darzustellen - zu dieser Einschätzung kommt Journalist und Buchautor Christoph Reuter. Luftangriffe reichen nicht, um die Terrororganisation aufzuhalten, so der Experte im nachtmagazin.

"Worum es dem IS geht, ist Angst", meint Christoph Reuter. Der Buchautor und Journalist hat sich intensiv mit der Lage im Mittleren Osten beschäftigt, kennt sich gut mit der Terrororganisation "Islamischer Staat" aus.

Christoph Reuter, Journalist und Autor, mit Hintergründen zum "Islamischen Staat"
nachtmagazin 00:00 Uhr, 18.11.2015

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

"Hauptsache, der IS ist im Flow, dass er die kommende Macht darstellt," erläuterte Reuter im nachtmagazin. Luftangriffe wie die, die Frankreich nach den Anschlägen von Paris fliegt, reichen nach Einschätzung des Experten nicht. Der IS würde dann seine Aktionen nachts durchführen, Kommandeure seien in Wohngebiete gezogen. Diese Wohnbereiche würden von den Luftschlägen nicht getroffen, da dort automatisch auch Zivilisten unter den Opfern wären.

Insgesamt sind Angriffe aus der Luft keine Lösung für den Kampf gegen den IS, so die Einschätzung von Reuter. Die Lager in Syrien, Regierung und Opposition, müssten erst wieder zusammen kommen. Erst wenn ihr Konflikt beendet sei, gäbe es eine Chance, den "Islamischen Staat" zu bekämpfen.

Dieser Beitrag lief am 17. November 2015 im Nachtmagazin.

Darstellung: