Eine Registrierkasse, in der noch viel Platz ist. | Bildquelle: dpa

Minus 2,2 Milliarden Euro Großes Loch in der Rentenkasse

Stand: 26.06.2017 15:28 Uhr

In der Rentenkasse gab es im vergangenen Jahr einen großen Fehlbetrag. Das Minus belief sich auf 2,2 Milliarden Euro. Dennoch beschwichtigt die Deutsche Rentenversicherung: Die Lage sei gar nicht so schlecht.

Die Rentenkasse hat im vergangenen Jahr ein Minus von 2,2 Milliarden Euro eingefahren. Die Ausgaben lagen bei 282,7 Milliarden, die Einnahmen bei 280,5 Milliarden Euro, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin mitteilte.

Reformschritte haben Geld gekostet

Die Rentenversicherung führt die Entwicklung unter anderem auf die Kosten zurückliegender Reformschritte zurück - etwa die Einführung der Mütterrente oder die Rente mit 63. Auch die Rentenerhöhung 2016 schlage zu Buche.

Auch 2015 hatte es bereits ein Minus gegeben - doch der jüngste Fehlbetrag fiel gegenüber dem Vorjahr um gut 600 Millionen Euro höher aus.

2014 hatte die gesetzliche Rentenversicherung noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden Euro erzielt, 2015 rutschte sie dann mit 1,59 Milliarden Euro in die roten Zahlen.

Deutsche Rentenversicherung in Berlin | Bildquelle: imago/Schöning
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Deutsche Rentenversicherung in Berlin

Stabiler Beitragssatz

Ein Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 18,7 Prozent ist dennoch nicht vorgesehen. Er könne bis 2021 stabil bleiben, so die Rentenversicherung. "Diese Entwicklung ist nicht Ausdruck einer schlechten Lage der Rentenversicherung, sondern Folge des gesetzlich vorgegebenen und geplanten Abbaus der Rücklagen", so die Rentenversicherung.

Diese lagen Ende vergangenen Jahres bei 32,4 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen sind im letzten Jahr um über vier Prozent gestiegen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. Juni 2017 um 14:00 Uhr.

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