Teilnehmer des Gottesdienstes in der Schlosskirche in Wittenberg. | Bildquelle: ZB

Auftakt zu Reformationsfeiern "Wir sollten uns ermutigt fühlen"

Stand: 31.10.2017 13:05 Uhr

Mit Appellen zur mutigeren Einmischung von Christen haben die Feiern zum Abschluss des Reformationsjahres begonnen. Die zentralen Veranstaltungen finden in Wittenberg statt, wo Luther vor 500 Jahren seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche angeschlagen haben soll.

Unter großem Andrang haben in Wittenberg die Feiern zum 500. Reformationsjubiläum begonnen. An der Wirkungsstätte Martin Luthers wurden nach einem englischsprachigen Gottesdienst zum Auftakt an drei Orten in der Stadt gleichzeitig Gottesdienste gefeiert, darunter in der weltberühmten Schlosskirche. Das Interesse war zum Teil so groß, dass nicht alle Besucher Platz in den Gotteshäusern fanden.

Die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, rief in der Schlosskirche dazu auf, sich stärker und offen zum Glauben zu bekennen. "Wir sollten uns ermutigt fühlen, damit nicht hinter dem Berg zu halten, so sehr andere uns auch belächeln oder gar beleidigen mögen dafür." Der Überlieferung nach soll Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit an die Tür der Schlosskirche geschlagen haben.

500 Jahre Reformation
tagesschau 16:00 Uhr, 31.10.2017, Susanne Reichenbach, MDR

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Festakt mit Merkel

Käßmann würdigte auch, dass das 500. Reformationsjubiläum im zurückliegenden Jahr mit Christen aus Tansania, Brasilien, Korea, den Philippinen, Mexiko, den USA und aus ganz Europa gefeiert worden sei. In einer Zeit, in der "rückwärtsgewandte Nationalisten" neue Grenzen setzen wollten, sei dies "ein ganz besonderes, ein sehr klares Signal".

Als Höhepunkt der Feierlichkeiten findet am Nachmittag in der Schlosskirche der zentrale Festgottesdienst mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm, Käßmann und der mitteldeutschen Landesbischöfin Ilse Junkermann statt. Beim anschließenden Festakt im Stadthaus soll Bundeskanzlerin Angela Merkel die Festrede halten.

Bewusst andere Feier in diesem Jahr

Bedford-Strohm lobte am Vormittag in einem Gottesdienst in der Nürnberger Lorenzkirche den versöhnlichen Geist des Reformationsjubiläums. Man feiere bewusst anders als in den vergangenen Jahrhunderten, nämlich ein "Christusfest, das unseren Blick jenseits der konfessionellen Grenzen neu auf den einen Herrn unserer Kirche richtet".

Im Jubiläumsjahr seien die dunklen Seiten in Luthers Denken, wie seine Hetzreden gegen Juden, klar benannt und um Vergebung gebeten worden. "Reformation 2017 - das heißt auch, den alten unseligen christlichen Antijudaismus hinter uns zu lassen, der den tödlichen antisemitischen Rassenlehren Nahrung gegeben und soviel Leid angerichtet hat", sagte Bedford-Strohm.

#kurzerklärt: Der Reformationstag
tagesschau 09:45 Uhr, 31.10.2017, Bernd Wode, ARD-aktuell

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Einmaliger bundesweiter Feiertag

Luthers überlieferter Thesenanschlag gilt heute als zentraler Ausgangspunkt der weltweiten Reformationsbewegung, die zur Spaltung in evangelische und katholische Kirche führte. Zum 500. Reformationsjubiläum hatten Kirche, Staat und Gesellschaft seit einem Jahr mit vielen Veranstaltungen an die von der Reformation ausgelösten Umbrüche erinnert. Der 31. Oktober ist in diesem Jahr einmalig ein bundesweiter Feiertag.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Oktober 2017 um 11:50 Uhr.

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