Elizabeth II in Berlin

Elizabeth II. in Berlin Queen warnt vor Spaltung Europas

Stand: 24.06.2015 20:49 Uhr

Viel Jubel gab es für Elizabeth II. in Berlin. Mit ihrem Mann Philip absolvierte sie ein straffes Programm. Beim Staatsbankett am Abend wurde es noch einmal politisch. Thema waren die Referendumspläne über den Verbleib Großbritanniens in der EU.

Beim fünften Staatsbesuch von Queen Elizabeth II. in Deutschland haben die britische Königin und Bundespräsident Joachim Gauck den Zusammenhalt Europas beschworen. "Wir wissen, dass die Spaltung in Europa gefährlich ist und dass wir uns davor in Acht nehmen müssen", sagte sie beim Staatsbankett zu ihren Ehren im Berliner Schloss Bellevue. Großbritannien habe sich in Europa immer sehr engagiert.

Deutschland und Großbritannien hätten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs viel erreicht, indem sie zusammengearbeitet hätten. "Ich bin voller Zuversicht, dass wir dies auch in den kommenden Jahren tun werden", so die Queen.

Queen Elizabeth II. zu Besuch in Berlin
tagesthemen 22:15 Uhr, 24.06.2015, Frank Jahn, ARD Berlin

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Bundespräsident Joachim Gauck ging direkter als die Monarchin auf Bestrebungen im Vereinigten Königreich ein, die EU zu verlassen. "Die Europäische Union braucht Großbritannien", sagte er beim Bankett.

Hintergrund ist das bis Ende 2017 in Großbritannien geplante Referendum über den Verbleib in der EU. Premierminister David Cameron will davor Reformen aushandeln, um die Wähler vom Verbleib in der EU zu überzeugen. In seiner konservativen Partei gibt es aber einen starken EU-kritischen Flügel.

Bootsfahrt zum Regierungsviertel

Am Vormittag hatte Gauck die Königin bereits als offizieller Gastgeber auf Schloss Bellevue empfangen. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt hieß er sie und ihren Ehemann Prinz Philip willkommen. Anschließend schritten die beiden Staatsoberhäupter eine Ehrenformation der Bundeswehr ab.

Nach dem Eintrag ins Gästebuch zogen sich Gauck und die Queen für etwa 20 Minuten zu einem Gespräch zurück. Gauck überreichte der Queen eine ungewöhnliche Kindheitserinnerung als Gastgeschenk. Er schenkte der Pferdeliebhaberin das Gemälde "Pferd in Royalblau" der Künstlerin Nicole Leidenfrost, die in Wedel bei Hamburg lebt und arbeitet. Das Bild zeigt die 1926 geborene Elizabeth im Alter von etwa neun Jahren auf einem Pony.

Anschließend fuhren das deutsche und das britische Staatsoberhaupt in einem offenen Boot über die Spree zum Regierungsviertel, wo die Königin von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt erwartet wurde.

Elizabeth II. auf Bootstour
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Elizabeth II. hatte sich eine Bootsfahrt auf der Spree gewünscht.

Gespräch unter vier Augen

Merkel und die Königin sprachen unter vier Augen. Über den Inhalt des rund 30-minütigen Gesprächs wurde nichts bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass auch in diesem Gespräch das EU-Referendum in Großbritannien ein Thema war. Der Besuch der Queen ist allerdings grundsätzlich repräsentativ, offiziell hat er keine politische Funktion. Anschließend legte Elizabeth in der Neuen Wache unter den Linden einen Kranz für alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft nieder.

Ihre Wege in der Hauptstadt legten die Königin und ihr Mann in einer speziell angefertigten Bentley-Limousine zurück, die den Passanten durch ihre extragroßen Fenster einen guten Blick auf das Monarchenpaar ermöglichte.

Das Gemälde Pferd in Royalblau der Künstlerin Nicole Leidenfrost
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Das Gemälde "Pferd in Royalblau" der Künstlerin Nicole Leidenfrost ist das Gastgeschenk von Bundespräsident Joachim Gauck an Königin Elizabeth II.

"Queen's Lecture" an der TU

Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel Adlon, in dem die 89-Jährige und ihr 94-jähriger Ehemann für die Dauer ihres Berlinbesuchs wohnen, ging es weiter mit dem offiziellen Programm. Am frühen Nachmittag nahm die Queen bei einem Festakt anlässlich des 50. Jubiläums der von ihr initiierten Vortragsreihe "Queen's Lecture" an der TU Berlin teil. Der britische Kunsthistoriker und Museumsdirektor Neil MacGregor hielt einen Vortrag.

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Die britische Königin Elizabeth II.

Königin Elizabeth II.

Am 21. April 1926 wird Elizabeth Alexandra Mary in London als erstes Kind des Herzogs und der Herzogin von York, später König George VI. und Königin Elizabeth, geboren.

Besuch bis Freitag

Auf dem Programm steht am Donnerstag ein Abstecher nach Frankfurt am Main. Am Freitag wird die Königin das ehemalige NS-Konzentrationslager Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide besuchen. Es war im April 1945 von britischen Soldaten befreit worden. Von Celle aus fliegen sie und Prinz Philip zurück nach Großbritannien.

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