Prozess gegen Waffenhändler in München | Bildquelle: dpa

Amoklauf-Prozess in München Sieben Jahre Haft für Waffenlieferanten

Stand: 19.01.2018 17:56 Uhr

Das Landgericht München hat den Verkäufer der Waffe, die beim Münchner Amoklauf eingesetzt wurde, zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er hatte eine Pistole an einen 18-Jährigen verkauft, der damit im Juli 2016 neun Menschen und sich selbst erschoss.

Im Prozess um die Waffenlieferung an den Münchner Amokläufer David S. ist der Angeklagte zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach Philipp K. zudem der Körperverletzung und des illegalen Waffenhandels schuldig. Es folgte damit im Wesentlichen den Forderungen der Anklage.

Landgericht München verurteilt Waffenhändler zu sieben Jahren Haft
tagesschau 20:00 Uhr, 19.01.2018, Christoph Arnowski, BR

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Streit um rechtliche Bewertung

Umstritten war in dem Verfahren die rechtliche Bewertung des Waffenverkaufs. Die Staatsanwaltschaft bewertete dies als fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung. Sie forderte sieben Jahre und zwei Monate Haft. Die Nebenkläger sahen eine Beihilfe zum Mord und forderten eine wesentlich längere Haftstrafe.

Verteidiger wollten Freispruch

Die Verteidigung plädierte hingegen auf eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Angesichts der langen Untersuchungshaft des im Sommer 2016 festgenommenen K. forderte sie außerdem, den Haftbefehl gegen den Angeklagten außer Vollzug zu setzen und ihn freizulassen.

Urteil gegen Waffenhändler im Darknet nach Münchener Amoklauf
Moritz Steinbacher, DLF
19.01.2018 18:58 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. Januar 2018 um 14:00 Uhr.

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