Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße  in Berlin

Gedenken an Berliner Mauer Erinnerungen an 155 Kilometer Unrecht

Stand: 13.08.2016 13:58 Uhr

Berlin im Fokus der Weltöffentlichkeit: Heute vor 55 Jahren begann die DDR mit dem Bau der Berliner Mauer. 155 Kilometer lang und 3,6 Meter hoch teilte sie 28 Jahre die Stadt. An das Symbol des Unrechts wird heute erinnert.

Jahn an Mauer-Gedenkstätte
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Gegen ein Vergessen: Der Leiter der Stasiunterlagen-Behörde, Roland Jahn.

Der Leiter der Stasiunterlagen-Behörde, Roland Jahn, hat davor gewarnt, die Menschen, die zu Zeiten des DDR-Regimes an der Berliner Mauer ums Leben gekommen sind, in Vergessenheit geraten zu lassen. "Die Ermordungen von unschuldigen Menschen, die die Freiheit suchten, waren unmenschliche Verbrechen", sagte er der "Nordwest-Zeitung".

Es müsse alles getan werden, um das Gedenken an die vielen Maueropfer wachzuhalten, sagte Jahn zum 55. Jahrstag des Mauerbaus am 13. August. "Ihre Familien leiden heute noch darunter, dass einer aus ihrer Mitte herausgerissen wurde." Die junge Generation sollte die Möglichkeit erhalten, zu erfahren, "dass die Mauer kein Naturereignis war, sondern von Menschen gemacht" wurde. Am Beispiel der Mauer könnten sie lernen, zu was Menschen fähig seien. "Darin liegt die Chance, es nicht zu wiederholen."

55. Jahrestag des Mauerbaus
tagesschau 20:00 Uhr, 13.08.2016, Viktoria Kleber, ARD Berlin

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Gedenken an mehreren Orten

An mehreren Orten in Berlin und Brandenburg wurde an den Mauerbau erinnert, so auch an der zentralen Gedenkstätte an der Bernauer Straße in Berlin. Hier mahnte der Regierende Bürgermeister Michael Müller, die Mauer sei noch lange nicht Geschichte. Vom 13. August gehe die Botschaft aus, dass Demokratie stärker sei als Unrecht, sie aber auch stets aufs Neue verteidigt werden müsse.

Auch außerhalb Berlins gab es Gedenkveranstaltungen - etwa am ehemaligen Grenzübergang Marienborn zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

Teilung Berlins bestand 28 Jahre

Am 13. August 1961 hatte die SED-Führung unter Walter Ulbricht mit dem Bau der Mauer begonnen. Das rund 155 Kilometer lange Bollwerk zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre. Die Teilung endete erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der Berliner Mauer mindestens 138 Menschen durch das DDR-Grenzregime. Die Zahl der Opfer an der einstigen, knapp 1400 Kilometer langen innerdeutschen Grenze wird indes weiter erforscht.

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Deutsch-deutsche Grenzorte damals und heute

Wie aus zwei Welten scheinen die Bilder zu kommen, die Orte an der innerdeutschen Grenze zeigen. Doch die Fotos sind an derselben Stelle gemacht.

Sprung eines Grenzsoldaten beim Mauerbau
Sprung eines Grenzsoldaten beim Mauerbau

Ein weltberühmtes Bild: Der 19-jährige Volkspolizist Conrad Schumann flüchtete am 15. August 1961 mit einem Sprung über eine Stacheldrahtabsperrung vom sowjetischen Sektor in den Westteil Berlins. An einer Fassade der Brunnenstraße in Berlin, wo sich dies ereignet hat, gibt es nun eine Skulptur aus Blech.

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